Letzte Aktualisierung: 19. April 2017

Pressemitteilung

Zu den Wirtschaftsbeziehungen Bayern-Frankreich vor der Präsidentschaftswahl am 23. April / vbw betont starke wirtschaftliche Partnerschaft mit Frankreich

19.04.2017 - München

Im Vorfeld des ersten Wahlgangs der Präsidentschaftswahl in Frankreich am 23. April verweist die
vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf die enge Verbindung zwischen Bayern und Frankreich. „Frankreich ist unser wichtigster europäischer Partner“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. „Insbesondere nach dem Brexit-Antrag des Vereinigten Königreichs spielt der enge Zusammenhalt von Frankreich und Deutschland eine besonders große Rolle. Stabile Beziehungen sind
die Basis für einen starken EU-Binnenmarkt“, so Brossardt.

Die bayerische Wirtschaft ist eng verknüpft mit Frankreich. Bayern exportierte 2016 Waren im Wert von über 12,6 Milliarden Euro nach Frankreich. Mit 6,9 Prozent der Ausfuhren war Frankreich damit der fünftgrößte Exportmarkt Bayerns. Gegenüber 2015 stiegen die Exporte um 4,3 Prozent. Die Produkte kommen vor allem aus der Automobilindustrie und dem Maschinenbau.

Die bayerischen Importe aus Frankreich summierten sich im Jahr 2016 auf 6,5 Milliarden Euro und machten 3,9 Prozent aller bayerischen Einfuhren aus. Auch die Importe sind gegenüber 2015 gestiegen, um 4,1 Prozent. Wichtigste Importgüter aus Frankreich sind Maschinen und chemische Erzeugnisse gefolgt von Kraftwagenteilen und Nahrungs- sowie Futtermitteln.

Die Exporte aus ganz Deutschland nach Frankreich summierten sich auf über 101 Milliarden Euro. Frankreich ist mit einer Quote von 8,4 Prozent nach den USA der zweitgrößte Exportmarkt der Bundesrepublik. Die deutschen Importe aus Frankreich beliefen sich im Jahr 2016 auf über 65 Milliarden Euro. Mit einer Quote von 6,9 Prozent liegt Frankreich nach China und den Niederlanden auf Platz 3 der wichtigsten Importländer Deutschlands.

„Unsere Zukunft liegt in einer starken Europäischen Union mit einem eng verwobenen Binnenmarkt. Hier müssen Deutschland und Frankreich als starke Partner weiter gemeinsam voranschreiten“, so Brossardt.

Kritik an den hohen deutschen Handelsüberschüssen weist Brossardt zurück: „Die EU Staaten
profitieren erheblich von der starken Entwicklung der deutschen Industrie. Laut einer vbw Studie ist
die Güternachfrage aus Deutschland für fast 5 Millionen Arbeitsplätze in den übrigen EU-Ländern verantwortlich. Auf Frankreich entfallen hiervon knapp 450.000 Arbeitsplätze. Eine Stagnation der deutschen Wirtschaft würde auch das Wachstum im übrigen Europa dämpfen. Eine starke EU braucht starke Mitgliedsstaaten und damit auch ein starkes Deutschland.“


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