Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2017

Pressemitteilung

vbw betont große Chancen der Robotik / Brossardt: „Bayern und Europa müssen starke Standorte für Robotik bleiben“

13.07.2017 - Brüssel

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Brüssel dafür geworben, die großen Chancen der Robotik zu nutzen und vorschnellen Regulierungen eine Absage erteilt. „Europa ist mit einem Marktanteil von knapp 35 Prozent Marktführer bei der Robotik. 2016 wurden weltweit 290.000 Roboter abgesetzt, das Marktvolumen für das Jahr 2025 wird auf 67 Milliarden Dollar geschätzt. Davon profitieren auch die zahlreichen bayerischen Roboterhersteller“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Bayern nutzt der Einsatz von Robotern laut vbw aber auch, weil dadurch die Wertschöpfung in der Industrie weiter gesteigert werden kann – Stichwort „Industrie 4.0“. Für Brossardt steht fest: „Wir müssen die modernsten Robotersysteme möglichst schnell bei uns einsetzen, damit uns globale Mitbewerber nicht den Rang ablaufen. Bayern und Europa müssen starke Standorte für Robotik bleiben.“

Neuen Regelungen wie einer Robotersteuer erteilt die vbw eine klare Absage. Brossardt: „Eine Robotersteuer wäre eine Investitions- und Innovationsbremse. Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft hat bereits 2015 betont, wie wichtig innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für den Einsatz automatisierter Systeme sind. Dies gilt nach wie vor. Wir müssen die Entwicklungen der Robotik beobachten und genau bewerten. Dann können wir diskutieren, ob Anpassungen des Rechtsrahmens nötig sind. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wäre Aktionismus völlig fehl am Platz.“ Die vbw fordert außerdem mehr Forschung und Entwicklung, ein Kompetenzzentrum Robotik in Bayern sowie die notwendige digitale Infrastruktur durch schnelle Kommunikationsnetze.

Mit Blick auf die Veränderungen in der Arbeitswelt sieht es die vbw als vordinglich an, das Bewusstsein für „lebenslanges digitales Lernen“ zu wecken. „Die digitale und automatisierte Produktion wird das Arbeiten stark verändern. Der technische Fortschritt verändert naturgemäß bestimmte Tätigkeiten und Berufsbilder – und manche werden auch verschwinden. Dafür entstehen neue Berufsfelder und Jobs. Die richtige Antwort darauf ist Weiterbildung und Weiterqualifikation“, so Brossardt. Vorteile für Arbeitnehmer sieht er besonders darin, dass monotone oder körperlich belastende Tätigkeiten wegfallen oder erleichtert werden. Und: „Gerade für ältere Arbeitnehmer oder Menschen mit Behinderung werden technische Assistenzsysteme ganz neue Möglichkeiten für ein erfülltes Arbeitsleben schaffen“, sagte Brossardt.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dirk Strittmatter

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Dirk Strittmatter
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben