Letzte Aktualisierung: 28. Februar 2019

Pressemitteilung

vbw begrüßt geplante Einführung der steuerlichen Forschungsförderung ab 2020 / Brossardt: „Im Detail muss noch nachgebessert werden“

28.02.2019 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt den Diskussionsentwurf zur Einführung der steuerlichen Forschungsförderung ab 2020. „Das war überfällig, hat die Förderung doch nachweisbar positive Effekte auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (F+E) der Privatwirtschaft und verringert damit Nachteile im internationalen Steuerwettbewerb“, kommentiert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Fast alle Länder, die mit Deutschland wirtschaftlich konkurrieren, setzen auf die steuerliche Forschungsförderung. Die vbw begrüßt daher die 25-prozentige Förderung für alle Unternehmen auf Basis der Aufwendungen für Personalkosten in Forschung und Entwicklung. „Für jeden geförderten Euro entstehen 1,33 Euro an zusätzlichen privaten F+E Aufwendungen. Als Förderinstrument ist die steuerliche Forschungsförderung somit eine wichtige Ergänzung zur Projektförderung“, so Brossardt.

Die vbw begrüßt insbesondere die vorgesehene größenunabhängige Förderung von Unternehmen. Laut einer vbw Studie, erstellt vom ifo-Institut, sind die Fördereffekte zwar insbesondere für KMU besonders effizient. Ohne die Einbindung der Großunternehmen ist das erklärte Regierungsziel, die F+E Ausgaben bis 2025 auf 3,5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) auszuweiten, aber nicht zu erreichen. „90 Prozent der privaten F+E Aufwendungen in Deutschland werden von Großunternehmen geleistet. Deshalb ist die Einbindung aller Firmen ein richtungsweisender Schritt“, erklärt Brossardt.

Die Begrenzung des Fördereinstiegs auf vier Jahre kann die vbw hingegen nicht nachvollziehen. „Als Standort im internationalen Forschungs- und Wissenswettbewerb müssen wir alles dafür tun, um attraktiv zu bleiben. Und das dauerhaft, ansonsten verspielen wir unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Im Detail muss der Entwurf daher noch nachgebessert werden. Dazu gehört es auch, Einzelheiten zum Verfahren auf eine möglichst einfache Art zu lösen und den Bürokratieaufwand für die Unternehmen klein zu halten“, betont Brossardt.


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