Letzte Aktualisierung: 15. September 2017

Pressemitteilung

vbw begrüßt Inbetriebnahme der Thüringer Strombrücke / Brossardt: „Netzausbau muss weiter zügig vorankommen“

15.09.2017 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt die Inbetriebnahme der Thüringer Strombrücke als wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheitdes Freistaats. „Die damit verfügbare zusätzliche Leistung ist vor allem für den Transport von Windstrom aus dem Nordosten Deutschlands über Thüringen nach Bayern zwingend notwendig. Mit der Stilllegung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld sind rund 1300 MW Leistung weggefallen. Weitere 4000 MW Kernenergieleistung werden bis 2022 in Bayern vom Netz gehen. Deshalb muss der weitere Ausbau des Stromnetzes mit Hochdruck fortgesetzt werden. Das gilt namentlich für die beiden Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) SüdLink und SüdostLink“, betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Trotz höherer Kosten und dreijähriger Bauverzögerung sieht Brossardt die Entscheidung für den Erdkabelvorrang bei den HGÜ-Leitungen im Ergebnis positiv: „Die Erdverkabelung sichert die Akzeptanz der Bevölkerung vor Ort und trägt damit zu einer beschleunigten Fertigstellung der Stromleitungen bei.“

Den Leitungsausbau hält Brossardt für unverzichtbar: „Der Ausstieg aus der Kernenergie und der Ausbau der Erneuerbaren Energien führen zu gewaltigem Transportbedarf, den unser heutiges Netz auf Dauer nicht leisten kann.“ Zwar hat der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, erst diese Woche erklärt, dass bis 2030 von ausreichend Erzeugungsleistung ausgegangen werden kann. Allerdings mit extremer Belastung der Leitungen. Die stark wachsende Zahl von Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen ist jedoch nicht nur mit gewaltigen Kosten verbunden, sondern auch mit Risiken für die Netzstabilität. „Bereits jetzt zahlen die Stromkunden rund eine Milliarde Euro pro Jahr für notwendige Netzeingriffe, für Anfang der 2020er Jahre rechnet die Bundesnetzagentur bereits mit vier Milliarden Euro. Mit steigender Zahl von Sicherheitseingriffen steigt zudem die Gefahr von Fehlern im Netzbetrieb. Der Ausbau der HGÜ SüdLink und SüdostLink muss deshalb mit voller Kraft angegangen werden“, hält Brossardt fest.


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Dr. Markus Meyer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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