Letzte Aktualisierung: 29. Dezember 2017

Pressemitteilung

vbw begrüßt Erhöhung der Riester-Grundzulage zum 01. Januar 2018 / Brossardt: „Mehr Eigenverantwortung statt staatliche Rundumversorgung“

29.12.2017 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt die Erhöhung der Riester-Grundzulage als ersten, wichtigen Schritt, um die Attraktivität der Riester-Förderung zu verbessern. „Damit wieder mehr Dynamik in die Riester-Rente kommt, sind allerdings weitere Anpassungen nötig“, betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Zum 01. Januar 2018 steigt die staatliche Grundzulage für Riester-Sparer von 154 Euro auf 175 Euro. Dieser Zuschuss wird gewährt, wenn mindestens vier Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens in ein zertifiziertes Riester-Produkt fließen. Brossardt fordert: „Künftig gilt es, diese Zulage dynamischan die Einkommensentwicklung anzupassen. Außerdem muss die Riester-Rente allen Erwerbspersonen offenstehen. Gerade für Selbstständige kann die Riester-Rente einen wichtigen Beitrag zum Aufbau der Altersvorsorge leisten.“

Nach Ansicht der vbw ist die private Vorsorge ein wesentlicher Baustein der Alterssicherung. Brossardt dazu: „Die Rente ruht auf drei Säulen: Der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) sowie der betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Dieses System muss insgesamt gestärkt werden. Wir müssen auf mehr Eigenverantwortung setzen, an einer ergänzenden privaten und betrieblichen Vorsorge führt kein Weg vorbei. Nicht staatliche Rundumversorgung, sondern ein intelligenter Vorsorgemix muss das Ziel sein.“

Die vbw warnt davor, das umlagefinanzierte System der GRV zulasten künftiger Generationen auszureizen. Brossardt unterstreicht: „Durch den demografischen Wandel stehen in Zukunft immer mehr Leistungs-
empfänger immer weniger Beitragszahlern gegenüber. Spätestens ab 2024 drohen große Beitrags-
satzsteigerungen
.“ Deshalb erwartet die vbw von der künftigen Bundesregierung, die Altersvorsorge in Deutschland zukunftsfest zu machen und von weiteren Leistungsausweitungen bei der gesetzlichen Rente abzusehen. Zudem müssen Entscheidungen aus der letzten Legislaturperiode auf den Prüfstand: „Die Rente mit 63 war der vollkommen falsche Weg. Sie entzieht dem Arbeitsmarkt wertvolle Fachkräfte, insbesondere im MINT-Bereich. Stattdessen müssen wir die Beschäftigung Älterer weiter fördern und die Rente mit 67 konsequent umsetzen“, so Brossardt.


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Dr. Markus Meyer

Arbeitsmarktpolitik, Arbeitslosenversicherung, Grundsicherung, Fachkräftesicherung

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