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    Letzte Aktualisierung: 28. Juli 2016

    Pressemitteilung

    vbw: Weltklimavertrag ist gute Basis für weltweite Klimagerechtigkeit / Brossardt: „Große Treibhausgasemittenten müssen sich zu ambitionierteren Einsparzielen verpflichten“

    28.07.2016 - München

    Im Vorfeld einer Veranstaltung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. zum neuen Weltklimavertrag erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Bei der letzten UN-Klimakonferenz in Paris hat die Staatengemeinschaft endlich ein international verbindliches Ab­kommen mit der Absicht unterzeichnet, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Das ist eine gute Basis für mehr Klimagerechtigkeit. Die eigent­liche Arbeit steht uns aber noch bevor. Denn der weltweite Klimaschutz hat noch deutlich Schlagseite. Alle Länder müssen sich jetzt zu ehrgeizigen Ein­sparzielen verpflichten, gerade diejenigen, die sich bisher weniger ambitioniert gezeigt haben. Vor allem Staaten mit einem hohen Anteil am weltweiten CO2-Aufkommen sind hier gefordert. Das globale Einsparziel können wir nur ge­meinsam erreichen. Außerdem können wir in Europa, Deutschland und Bayern die Wettbewerbsnachteile nicht mehr hinnehmen, die uns in den letzten Jahren durch einen verantwortungsvollen Klimaschutz erwachsen sind.“

    Laut vbw konnten die Treibhausgasemissionen in Deutschland trotz wachsen­der Wirtschaft und steigender Produktion in den letzten Jahren stark reduziert werden, 2014 waren es rund 28 Prozent weniger als 1990. „Auch die Erfolge auf EU-Ebene sind mit minus 23 Prozent im selben Zeitraum beachtlich. Das zeigt: Die EU und Deutschland investieren viel in den Klimaschutz und leisten damit bereits einen entscheidenden Klimabeitrag“, betonte Brossardt. Weitere einseitige Belastungen zu Lasten der heimischen Industrie lehnt die vbw ent­schieden ab. Beispielhaft führte Brossardt die Ausgestaltung des Klimaschutz­plans 2050 an, mit dem der Weltklimavertrag in Deutschland umgesetzt wer­den soll. „Die bisherigen Vorschläge der Bundesregierung müssen grund­legend überarbeitet werden, sonst steht die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts auf dem Spiel“, so Brossardt.

    Sorge bereitet der vbw auch der Blick nach Brüssel. „2014 war das Vereinigte Königreich nach Deutschland der größte Treibhausgasemittent in der EU. Es ist zu erwarten, dass Großbritannien den Weltklimavertrag ratifizieren wird, unklar ist aber, ob allein oder gemeinsam mit der EU. Es ist also gut möglich, dass das EU-Klimaziel aufgrund des Brexit neu berechnet und verteilt werden muss.“


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