Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2016

Pressemitteilung

vbw Studie zeigt: Industriestandort Bayern entwickelt sich gut / Brossardt: „Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eine Daueraufgabe“

12.01.2016 - München

Bayern ist ein starker und attraktiver Industriestandort. Im Ländervergleich mit den 45 wichtigsten Wettbewerbern belegt der Freistaat im Standortdynamikranking Rang zwölf - so wie auch bereits im Vorjahr. Das geht aus der aktuellen vbw Studie „Industrielle Standortqualität Bayerns: Internationaler Vergleich der Dynamik“ hervor, die die IW Consult GmbH erstellt hat. Die Studie bewertet die Entwicklung der Standortqualität ab dem Jahr 2000. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Bayern weist mit einem Indexwert von 108,5 ein überdurchschnittliches Ergebnis auf. Nur Schweden erzielte unter den fortgeschrittenen Volkswirtschaften eine noch bessere Entwicklung. Die übrigen vor Bayern platzierten Staaten sind Schwellenländer, die von einem niedrigeren Niveau aus gestartet sind.“ Doch Brossardt warnt: „Die positive Bestandsaufnahme darf nicht als Signal zur Untätigkeit verstanden werden. Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts ist eine Daueraufgabe.“

Die besten Platzierungen erzielte Bayern im Dynamikranking erneut in den Teilbereichen „Wissen“ (Rang 1) und „Infrastruktur“ (Rang 4). Sehr schlecht fielen die Bewertungen im Bereich „Kosten“ aus. Hier landete Bayern nur auf Platz 35. Verantwortlich sind steil nach oben gehende Arbeits- und Energiekosten im Freistaat sowie hohe Steuern. „Das Kostenthema ist die größte Herausforderung für unseren Industriestandort. Vor allem beim Strompreis müssen wir auf die Bremse treten. Außerdem müssen wir in der nächsten Tarifrunde die weitere Entwicklung der Entgelte im Blick behalten“, so Brossardt.

Gewinner des Dynamikrankings sind naturgemäß die aufstrebenden Volkswirtschaften. Den ersten Platz erreichte die Türkei vor China und Peru. China stellt immer noch die größte Herausforderung für den Standort Bayern dar. Das Reich der Mitte ist die Volkswirtschaft mit der stärksten Wettbewerbsintensität zu Bayern. Brossardt: „Der globale Wettbewerbsdruck ist enorm. Die Schwellenländer holen mit beträchtlichen Schritten auf. Am deutlichsten wird dies am Beispiel China.“ Die Schwellenländer profitieren vor allem in den Bereichen „Kosten“, „Rohstoffe“ und „Marktentwicklung“. Deutschland insgesamt rangiert mit 106,3 Punkten auf Platz 16 des Dynamikrankings und weist damit ebenfalls einen überdurchschnittlichen Indexwert auf.


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