Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2020

Pressemitteilung

vbw Studie: Bayerische Wirtschaft sorgt für 576.000 Arbeitsplätze in den USA / Brossardt: „Stabile transatlantische Beziehungen sichern Wohlstand“

14.10.2020 - München

Die bayerischen Unternehmen sorgen für ein hohes Maß an Wertschöpfung, Produktion und Beschäftigung in den Vereinigten Staaten. Dies ist das zentrale Ergebnis der aktuellen Studie „Der ökonomische Impact der bayerischen Wirtschaft in den USA“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. „Die Vereinigten Staaten profitieren von den ökonomischen Aktivitäten der bayerischen Unternehmen. Diese sorgen für mehr als 576.000 Arbeitsplätze und tragen mehr als 85 Milliarden Euro zur gesamten Bruttowertschöpfung der USA bei“, kommentiert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Studie und ergänzt: „Es ist ein berechtigtes Anliegen der US-Administration, die heimische Wirtschaft zu stärken. Die Zahlen zeigen jedoch eindrucksvoll, dass Protektionismus der falsche Weg dahin ist. Vielmehr ist es von beiderseitigem Interesse, die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen wieder zu stabilisieren und zu verstärken.“

Einige Branchen profitieren besonders von der wirtschaftlichen Aktivität der bayerischen Unternehmen in den Vereinigten Staaten. Beispielsweise steht die Finanzdienstleistungsbranche mit einem gesamten Wertschöpfungseffekt durch bayerische US-Unternehmen von über 32 Milliarden Euro an der Spitze der Profiteure, gefolgt von der Metall- und Elektro-Industrie mit mehr als 11,3 Milliarden Euro.

Der durch bayerische Unternehmen erzeugte Wertschöpfungsanteil bei der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen beträgt mehr als 6,4 Milliarden Euro. „Bayerische Unternehmen schaffen Wohlstand in den USA. Jeder Euro, den bayerische Unternehmen in den USA direkt erwirtschaften, erzeugt weitere 2,28 Euro in anderen US-amerikanischen Betrieben. Unsere Unternehmen sind aber vor allem ein Beschäftigungsmotor: Jeder Mitarbeiter eines bayerischen US-Unternehmens sichert 2,47 weitere Arbeitsplätze im Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, erläutert Brossardt.

Laut Studie setzt sich der Anteil bayerischer Unternehmen an der Bruttowertschöpfung und an der Beschäftigung wie folgt zusammen: Durch direkte wirtschaftliche Aktivitäten in ihren US-Betrieben tragen bayerische Firmen 26 Milliarden Euro zur US-amerikanischen Wertschöpfung bei und sorgen für 166.600 Jobs. Ergänzt wird dieser Effekt durch Vorleistungsbezüge und eine Konsumnachfrage in Höhe von 41,6 Milliarden Euro sowie 410.000 weiteren Arbeitsplätzen durch indirekte und induzierte Effekte.

Die USA sind laut der vbw-Studie, die von der TwinEconomics GmbH erstellt wurde, weiterhin mit weitem Abstand das Land mit den meisten Direktinvestitionen von bayerischen Unternehmen. Insgesamt belaufen sich diese auf 71 Milliarden Euro im Bestand. Zum Vergleich: In China haben bayerische Unternehmen 22,8 Milliarden Euro direkt investiert. Spitzenreiter ist die EU-28 mit einem Gesamtwert von 83 Milliarden Euro.


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