Letzte Aktualisierung: 19. April 2018

Pressemitteilung

vbw Rohstoffpreisindex klettert auf höchsten Stand seit vier Jahren / Brossardt: „Steigende Rohstoffpreise stellen Belastung für Unternehmen dar“

19.04.2018 - München

Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im ersten Quartal 2018 auf 144,2 Punkte geklettert. Er lag somit fünf Prozent höher als im vierten Quartal 2017. Das Vorjahres-
niveau wurde um 12,5 Prozent übertroffen. „In den ersten Monaten hat sich die Tendenz des vergangenen Jahres fortgesetzt: Die Rohstoffpreise zeigten einige Schwankungen, sind im Trend aber aufwärts gerichtet. Wir gehen davon aus, dass die Preise für Rohstoffe 2018 weiter in langsamen Tempo zulegen. Der Preisanstieg stellt eine zunehmende Belastung für die Unternehmen dar“, bilanziert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

„Unser Index ist derzeit auf dem höchsten Stand seit vier Jahren. Der Anstieg wurde von nahezu allen Rohstoffen getragen“, so Brossardt. Die stärkste Erhöhung gab es bei den Industrierohstoffen. So verteuerten sich im Vergleich zum letzten Quartal 2017 vor allem Nickel (+14,8 Prozent), Chrom (+8,2 Prozent) und Zinn (+6,9 Prozent). Die Preise für Zink legten um 5,9 Prozent, Aluminium um 2,7 Prozent sowie Kupfer um 2,2 Prozent zu. Auch die Edelmetallpreise stiegen im ersten Quartal merklich an: Platin verteuerte sich gegenüber dem Vorquartal um 6,2 Prozent, Gold um 4,3 Prozent, Palladium um 4,2 Prozent und Silber um 0,2 Prozent. Die Preise für Seltene Erden lagen hingegen im Schnitt um 2,9 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2017. Im Verlauf des ersten Quartals zogen die Preise aber wieder an.

Entwicklung vbw Rohstoffpreisindex seit 1. Quartal 2017:

Q1/2017 Q2/2017 Q3/2017 Q4/2017 Q1/2018
130,8 125,0 133,3 137,3 144,2

Zur Berechnungsmethode: In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein, die für die bayerische Wirtschaft maßgeblich sind (Preise auf US-Dollar-Basis). Die Preise werden entsprechend des Importanteils des jeweiligen Rohstoffs nach Bayern gewichtet. Das heißt: Je größer der Anteil des entsprechenden Stoffs an den bayerischen Importen, desto stärker fließt er in die Indexberechnung mit ein. Basisjahr (Index = 100) ist das Jahr 2005. Die Rohölpreisentwicklung ist nicht berücksichtigt.


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