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    Letzte Aktualisierung: 20. November 2015

    Pressemitteilung

    vbw: Re-Industrialisierung Europas stärkt auch Bayern / Brossardt: „Wettbewerbsfähigkeit der Industrie verbessern“

    20.11.2015 - München

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt den wiedergewonnenen Stellenwert der Industrie in der europäischen Politik. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: „Nachdem in den letzten Jahren ein Trend der De-Industrialisierung in Europa stattgefunden hat, stellt sich zwischenzeitlich ein Umdenken ein. Sowohl einzelne Staaten als auch die EU-Kommission setzen auf eine Re-Industrialisierung. Das Ziel der EU-Kommission, den industriellen Wertschöpfungsanteil bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen, ist richtig.“

    In einem neu aufgesetzten Positionspapier formuliert die vbw zwölf Punkte zur Stärkung der Industrie in Europa. Dazu gehören: die Begrenzung der Arbeitskosten, die Liberalisierung und Flexibilisierung der Arbeitsmärkte, die Förderung privater Investitionen, die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur sowie die Chancen und Potenziale der Digitalisierung zu nutzen. Brossardt: „Es geht uns nicht um eine interventionistische Industriepolitik mit lenkenden Eingriffen in das Marktgeschehen, sondern um die Schaffung von Rahmenbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Industrieunternehmen in Europa verbessern. Denn: eine starke Industrie in Europa nützt auch der bayerischen Industrie.“

    Der Anteil der Industrie an der gesamten Bruttowertschöpfung sank im Euroraum von 19,4 Prozent im Jahr 2000 auf 16,1 Prozent im Jahr 2014. Deutschland und insbesondere Bayern konnten sich dem Trend der De-Industrialisierung entziehen. Im EU-Vergleich hat die Industrie hierzulande ein deutlich überdurchschnittliches Gewicht. Doch Brossardt betont: „Die bayerische Industrie ist eng mit Europa vernetzt. Noch immer stellt die EU den größten Absatzmarkt für unsere Exporte dar. Im Jahr 2014 flossen mehr als 53 Prozent unserer Exporte in die Mitgliedstaaten der EU, die Eurozone allein machte einen Anteil von 33 Prozent aus. Zahlreiche Lieferanten und Kooperationspartner unserer Unternehmen kommen aus der EU. Unsere starke Industrie wirkt aber auch als Wachstumsmotor für andere Volkswirtschaften. Importierte Vorleistungen machen einen großen Teil des Produktionswerts der bayerischen Industrie aus. Daher ist es wichtig, die Industrie in Europa zu stärken.“


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    Dr. Theresa Lena Sauter

    Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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