Letzte Aktualisierung: 18. Oktober 2019

Pressemitteilung

Pressemitteilung zu den US-Strafzöllen / vbw: Spirale von Strafzöllen und Gegenmaßnahmen stoppen

18.10.2019 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert die Politik auf, die Spirale von Strafzöllen und Gegenmaßnahmen zu stoppen und endlich eine Einigung am Verhandlungstisch zu erzielen. „Ein Zollkrieg schadet nicht nur Wirtschaft und Verbrauchern, sondern auch den politischen Beziehungen untereinander. Die USA und die EU müssen rasch über die Abschaffung der Zölle verhandeln“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich der heute in Kraft getretenen Strafzölle auf europäische Produkte, insbesondere Flugzeuge, Werkzeuge und Lebensmittel.

Enttäuscht zeigt sich die vbw vom Vorgehen der WTO. Diese hatte den USA erlaubt, Strafzölle gegen die EU und einzelne Mitgliedsstaaten in Höhe von insgesamt jährlich 7,5 Milliarden US-Dollar und umgekehrt auch Strafzölle gegen die USA zu verhängen. „Die WTO hätte ihrer Rolle als Streitschlichter gerecht werden und die seit rund fünfzehn Jahren laufenden Verfahren entscheiden müssen. Das hätte eine einvernehmliche Lösung stark befördert. Davon unabhängig ist es richtig, dass die EU alles tun will, um eine gütliche Einigung mit den USA zu finden. Protektionismus kennt nur Verlierer. Freier Handel ist der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg – das gilt sowohl für Europa als auch weltweit“, betont Brossardt.

Bedeutung des Handels:

Der Freistaat exportierte in den Monaten Januar bis August 2019 in die USA Waren in einem Wert von 14,45 Milliarden Euro. Das war ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018. Insgesamt sind das 11,5 Prozent aller bayerischen Exporte. Ähnlich verhält es sich bei den Exportzahlen zwischen Deutschland und den USA. Mit einem Plus von 5,3 Prozent in den ersten acht Monaten 2019 summierten sich die Exporte Deutschlands in die USA auf 79,4 Milliarden Euro. Die USA sind damit der wichtigste Exportmarkt sowohl für Bayern als auch für die Bundesrepublik Deutschland. Aus der gesamten EU gingen in diesem Zeitraum Waren im Wert von 295,9 Milliarden Euro in die USA, ein Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


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