Letzte Aktualisierung: 07. Juni 2018

Pressemitteilung

vbw: Neue Mobilitätskonzepte Basis für wirtschaftlichen Erfolg/ Dr. Dietmar Klein: „Staat muss Wandel flankieren und wo nötig fördern“

07.06.2018 - München

Mobilität ist ein Schlüsselfaktor unserer vernetzten und arbeitsteiligen Wirtschaft“, erklärte
Dr. Dietmar Klein
, stellvertretender Vorsitzender der Bezirksgruppe München-Oberbayern der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., beim vbw Kongress „Neue Mobilitätskonzepte für Wirtschaft und Bürger“ in München. Dabei diskutierten Experten aus Wirtschaft und Politik über neue Nutzungskonzepte wie Car-Sharing, die Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens und die digitale Vernetzung von Mobilitätssystemen.

„Weiter steigende Mobilitätsbedürfnisse von Wirtschaft und Bürgern treffen auf ambitionierte Vorgaben zum Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie eine Infrastruktur, die heute schon oft an ihre Belastungs-
grenzen stößt. Um das alles miteinander in Einklang zu bringen, brauchen wir intelligente neue Mobilitätskonzepte,“ skizzierte Klein die Rahmenbedingungen.

Die anhaltende Diskussion um die Antriebstechnologien und insbesondere den Diesel fordert alle Marktteilnehmer massiv heraus. „Ein Diesel-Einfahrverbot in Städte lehnen wir mit allem Nachdruck ab. Solche Einfahrverbote sind unverhältnismäßig. Es gibt besser wirkende Maßnahmen, wie eine ‚Grüne Welle‘, intelligente Verkehrssteuerung oder City-Logistik-Konzepte zur Effizienzverbesserung des Lieferverkehrs. Für jeden Bürger müssen Arbeitgeber und wichtige Bildungs- und Versorgungszentren gut erreichbar sein“, stellte Klein klar.

In ihrer Agenda für Deutschland fordert die vbw eine gemeinsame Strategie aller Beteiligten: „Um Innovationsführer bei den Mobilitätskonzepten zu sein, muss der Staat diesen Wandel flankieren und wo nötig fördern: mit Forschungsprogrammen, durch den Ausbau der Infrastruktur und einen innovationsfreundlichen Rechtsrahmen. Kerngedanke dabei muss die Technologieoffenheit sein“, so Klein.

Entscheidende Standortfaktoren sind auch attraktive Verkehrswege: „Die Aufstockung der Mittel für den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur – einschließlich der Verkehrsleitsysteme – muss auf hohem Niveau weiter fortgeschrieben und zügig umgesetzt werden. Die vorhandenen Mittel müssen zügig verbaut werden. Zu den Verkehrswegen gehören auch flankierende hochleistungsfähige Kommunikationsnetze. Die einzelnen Verkehrsträger müssen wir über hoch funktionale Schnittstellen und digitale Steuerungsmöglichkeiten optimal miteinander vernetzen“, so Klein weiter.

In München und Oberbayern sind aus Sicht der vbw die schnelle Realisierung der dritten Start- und Landebahn am Flughafen München sowie der Ausbau der Bahnstrecke ABS 38 München – Mühldorf – Chemiedreieck – Freilassing mit zwei Gleisen und Elektrifizierung von besonderer Bedeutung.


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