Letzte Aktualisierung: 01. August 2018

Pressemitteilung

vbw: Neue Mobilitätskonzepte Basis für wirtschaftlichen Erfolg / Kaeser: „Staat muss Wandel flankieren und wo nötig fördern“

01.08.2018 - Sonnefeld

Mobilität ist ein Schlüsselfaktor unserer vernetzten und arbeitsteiligen Wirtschaft“, erklärte Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Bezirksgruppe Oberfranken der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., beim vbw Kongress „Neue Mobilitätskonzepte für Wirtschaft und Bürger“ in Sonnefeld. Dabei diskutierten Experten aus Wirtschaft und Politik über neue Nutzungskonzepte wie Carsharing, die Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens und die digitale Vernetzung von Mobilitätssystemen.

„Hohe und weiter steigende Mobilitätsbedürfnisse von Wirtschaft und Bürgern treffen auf ambitionierte Vorgaben zum Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie eine Infrastruktur, die heute schon oft an ihre Belastungsgrenzen stößt. Um das alles miteinander in Einklang zu bringen, brauchen wir intelligente neue Mobilitätskonzepte,“ skizzierte Kaeser die Rahmenbedingungen der bayerischen Wirtschaft.

Die anhaltende Diskussion um die Antriebstechnologien und insbesondere den Diesel fordert alle Markt-
teilnehmer massiv heraus. „Ein Diesel-Einfahrverbot in Städte lehnen wir mit allem Nachdruck ab. Ein solches Einfahrverbot wäre unverhältnismäßig. Es gibt besser wirkende Maßnahmen, wie eine ‚Grüne Welle‘, intelligente Verkehrssteuerung oder City-Logistik-Konzepte zur Effizienzverbesserung des Lieferverkehrs. Für jeden Bürger müssen Arbeitgeber und wichtige Bildungs- und Versorgungszentren gut erreichbar sein“, erläuterte Kaeser.

In ihrer Agenda für Deutschland fordert die vbw eine gemeinsame Strategie aller Beteiligten: „Um Inno-
vationsführer bei den Mobilitätskonzepten zu sein, muss der Staat diesen Wandel flankieren und wo nötig fördern: mit Forschungsprogrammen, durch den Ausbau der Infrastruktur und einen innovations-
freundlichen Rechtsrahmen
. Kerngedanke dabei muss die Technologieoffenheit sein“, stellte Kaeser klar.

Entscheidende Standortfaktoren sind auch attraktive Verkehrswege: „Die Aufstockung der Mittel für den Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur – einschließlich der Verkehrsleitsysteme – muss auf hohem Niveau weiter fortgeschrieben und zügig umgesetzt werden. Die vorhandenen Mittel müssen zügig verbaut werden. Zu den Verkehrswegen gehören auch flankierende hochleistungsfähige Kommunikationsnetze. Die einzelnen Verkehrsträger müssen wir über hoch funktionale Schnittstellen und digitale Steuerungsmöglich-
keiten optimal miteinander vernetzen“, so Kaeser weiter.

In Oberfranken sind vor allem die Ertüchtigung des Schienenverkehrs durch Elektrifizierung von Hof nach Marktredwitz und über Bayreuth nach Nürnberg sowie der Ausbau der B4 in Coburg und der B303 von besonderer Bedeutung. Der ÖPNV muss zu einem Gesamtverbund mit der Metropolregion Nürn-
berg
entwickelt werden.


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Ulla Wolfshöfer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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