Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2018

Pressemitteilung

vbw: Mehr Wirtschaftswachstum durch steuerpolitische Impulse Brossardt und Bayerns Finanzminister / Füracker: „Wir ziehen zugunsten der bayerischen Wirtschaft an einem Strang!“

18.07.2018 - München

Anlässlich der Veranstaltung „Deutschland hat Zukunft – Steuerpolitik: gerecht, für Wachstum und Chan-
cen“ fordert die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. eine innovationsfreundliche Ausge-
staltung der Steuerpolitik, die Investitionen fördert. „Kommende Steuerreformen müssen endlich wieder unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit absichern, den Menschen mehr von ihrer Leistung lassen und unternehmerisches Engagement erleichtern“, kommentiert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Bayerns Finanzminister Albert Füracker unterstreicht dies: „Nur, wenn in Deutschland rechtzeitig die Weichenstellungen zugunsten unserer Unternehmen getroffen werden, können wir auch morgen in Wohlstand leben.“

Konkret empfiehlt die vbw die Unternehmenssteuerlast bis 2022 auf 25Prozent zu senken. Andernfalls geriete Deutschland international ins Hintertreffen. „Die effektive Belastung für unsere Unternehmen liegt bei fast 32 Prozent, der Durchschnitt der OECD hingegen nur bei knapp 25 Prozent“, erklärt Brossardt. Neben den USA haben Großbritannien, Frankreich und Belgien durch gezielte Steuersenkungen die eigene Wettbewerbsfähigkeit erhöht. „In der Unternehmensbesteuerung sind wir fast Schlusslicht. Das ist standortfeindlich und muss korrigiert werden“, betont Brossardt und fügt hinzu: „Dass der Freistaat eine Initiative zur steuerlichen Entlastung von Kapitalgesellschaften und zur Eindämmung von Steuerbüro-
kratie in den Bundesrat eingebracht hat, ist richtungsweisend. Wir fordern alle Länder auf, die bayerische Initiative zu unterstützen. Nur so kann in dem schwierigen internationalen Umfeld die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen erhalten werden.“

Finanzminister Füracker fordert zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland: „Wir müssen durch eine Absenkung der Unternehmensteuerbelastung die Weichen für Wachstum und Beschäftigung stellen. Mit der Einführung einer Teilanrechnung der Gewerbesteuer auf die Körperschaft-
steuer wollen wir die steuerlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in Deutschland verbessern. Damit können wir gleichzeitig die Belastungswirkungen der substanzbesteuernden Elemente bei der Gewerbe-
steuer abmildern. Im Rahmen des für 2021 vereinbarten Schritts zum Abbau des Solidaritätszuschlags muss natürlich auch die mittelständische Wirtschaft entlastet werden. Notwendig ist eine substanzielle Mittelstandskomponente, die kleine Kapitalgesellschaften von der Zusatzbelastung durch den Solidari-
tätszuschlag befreit.“

Die vbw warnt im Zuge der digitalen Transformation davor, dass eine falsche Weichenstellung in der Steuerpolitik Wachstumschancen kostet. „Unsere Unternehmen stehen durch die Digitalisierung vor gewaltigen Strukturveränderungen. Die von der EU geplante Sondersteuer für die digitale Wirtschaft wäre innovationsfeindlich und ist dringend zu verhindern. Vielmehr müssen wir endlich die steuerliche Forschungsförderung einführen – so wie dies international bereits üblich ist“, fordert Brossardt.

Die vbw setzt sich noch für weitere Steuerreformen ein. Dazu Brossardt: „Die positive Entwicklung des Steueraufkommens muss die Bürger spürbar entlasten: Soli und kalte Progression komplett abschaffen, Mittelstandbauch abflachen und Spitzensteuersatz erst ab 100.000 Euro – das sind wichtige Stell-
schrauben für eine leistungsgerechte Steuerpolitik.“


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Tobias Kochta

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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