Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2019

Pressemitteilung

vbw Konjunkturradar zeigt weitere Abkühlung / Brossardt: „Brauchen eine handlungsstarke Bundesregierung“

21.06.2019 - München

Der aktuelle „Konjunkturradar Inland 02 / 2019“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., der die wichtigsten konjunkturellen Kennzahlen zusammenfasst und einordnet, zeigt, dass sich die Konjunktur weiter abkühlt. „Der Trend der letzten Zeit setzt sich fort, die Konjunktur schwächt sich weiter ab. Vor allem die Industrie konnte den Wachstumspfad der vergangenen Jahre nicht weiter fortsetzen. Dabei belastet unsere Industrie vor allem das weiter schwierige und unsichere außenwirtschaftliche Umfeld, welches einerseits die Exporte schwächt und gleichzeitig die Investitionsneigung dämpft. Die bayerischen Exporte nahmen im ersten Quartal gerade mal um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die Industrieproduktion lag in Bayern im ersten Quartal 2019 um 3,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau und die Auftragseingänge sind nur minimal um 0,1 Prozent gestiegen“, so der Hauptgeschäftsführer der vbw, Bertram Brossardt.

Die vbw erwartet für das Gesamtjahr keine Rezession, aber ein weiter verlangsamtes Wachstum. 2017 war das bayerische BIP noch um 2,8 Prozent gestiegen, im vergangenen Jahr hatte sich die Wachstumsrate auf 1,4 Prozent halbiert. Für das laufende Jahr geht die vbw nur noch von einem BIP-Anstieg von 0,9 Prozent aus.

„Die Wirtschaft steuert auf schwierige Zeiten zu. Vor diesem Hintergrund sind jetzt klare und verlässliche politische Signale notwendig. Die Große Koalition in Berlin muss jetzt rasch die inner- und zwischenparteilichen Schwierigkeiten aus dem Weg räumen. Gerade jetzt brauchen wir eine handlungsstarke Bundesregierung. Wir brauchen aber auch eine neue Prioritätensetzung der Politik. Es geht jetzt nicht mehr um das Verteilen, sondern um das Erwirtschaften. Um das Erwirtschaften dessen, was Arbeitsplätze schafft und sichert; um das Erwirtschaften dessen, was dann für Soziales ausgegeben und in Umwelt- und Klimaschutz investiert werden kann. Voraussetzung für Ökologie und Soziales ist ökonomisches Wachstum. Deshalb brauchen wir endlich wieder Wachstumspolitik“, forderte Brossardt.


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