Letzte Aktualisierung: 25. September 2019

Pressemitteilung

vbw Konjunkturradar verdeutlicht schwierige Zeiten für Wirtschaft / Brossardt: „Unternehmen brauchen klare Signale für Planungssicherheit“

25.09.2019 - München

Die Konjunktur in Deutschland und Bayern schwächt sich weiter ab und die Aussichten sind pessimistisch. Das zeigt das aktuelle „Konjunkturradar Inland 03/2019“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., das die wichtigsten konjunkturellen Kennzahlen zusammenfasst und einordnet.

Die deutsche und bayerische Volkswirtschaft befinden sich im Abschwung. Davon betroffen ist in erster Linie die Industrie, deren Produktion in Bayern im zweiten Quartal um über fünf Prozent gesunken ist. „Dies liegt auch am schwachen außenwirtschaftlichen Umfeld. So gingen die Exporte des Freistaats um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Besonders hoch ist der Rückgang in das Vereinigte Königreich mit einem Minus von 14,8 Prozent, obwohl der Brexit noch gar nicht in Kraft ist“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Zwar befindet sich der Arbeitsmarkt derzeit noch in einer robusten Lage und in Bayern herrscht faktisch Vollbeschäftigung. Allerdings hat der Bedarf nach Arbeitskräften nachgelassen und die Zahlen der bei der Bundesagentur für Arbeit und privaten Arbeitsvermittlern gemeldeten offenen Stellen sind rückläufig. Die Konsumlaune der deutschen Verbraucher war weiterhin positiv.

Die Wachstumsprognosen sind laut Brossardt verhalten: „Ob ifo-Geschäftsklimaindex, Einkaufsmanagerindex oder der sentix-Konjunkturindex: Die relevanten Kennzahlen für die deutsche und bayerische Wirtschaft zeigen ein getrübtes Bild der Zukunft. Der ausstehende Brexit und die damit verbundenen Unsicherheiten erschweren die wirtschaftlichen Planungen der Firmen, internationale Handelskonflikte hemmen die Exporte in zentrale Absatzregionen und die unsachliche Klimaschutz-Debatte verschränkt den Blick auf rein staatliche Regulationsvorgaben.“

Umso wichtiger sind laut vbw die passenden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen im Inland. „Die Wirtschaft steuert auf schwierige Zeiten zu, in der eine Verschärfung der Kostennachteile für die Unternehmen wie ein negativer Katalysator wirkt. Deshalb müssen gerade die kommenden Tarifverhandlungen mit Vernunft und Gespür für das Machbare geführt werden“, fordert Brossardt.


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