Letzte Aktualisierung: 18. Dezember 2019

Pressemitteilung

vbw Kongress zum Thema Lohnmobilität in Bayern / Brossardt: „Bayerns Wirtschaft bietet gute Aufstiegschancen“

18.12.2019 - München

Auf ihrem Kongress Lohnmobilität in Bayern unterstrich die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Bedeutung des Niedriglohnbereichs als Ein- und Aufstiegschance im Arbeitsmarkt: „Der Niedriglohnbereich ist vor allem für langzeitarbeitslose und geringqualifizierte Menschen ein wichtiger Zugang in ein Beschäftigungsverhältnis und darf nicht weiter reguliert werden“, so Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw.

In Bayern ist der Anteil von Beschäftigten im Niedriglohnsektorgeringer als in anderen Ländern in Deutschland, so das zentrale Ergebnis der vbw Studie „Niedriglohn und Lohnmobilität in Bayern“. Während im Bundesschnitt fast 22 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor arbeiten, sind es in Bayern knapp 19 Prozent, im städtischen Raum nur gut 13 Prozent. „Zudem ist die Chance, als Geringverdiener finanziell und sozial aufzusteigen, in Bayern besonders gut“, so Brossardt. Rund 27 Prozent der Niedriglohnbeschäftigten im Freistaat erreichen innerhalb eines Jahres den Normallohnbereich und erhalten dabei im Schnitt ein Lohnplus von über 46 Prozent.

An- und ungelernte Beschäftigte verbleiben in der Regel länger im Niedriglohnbereich. Hier setzt das Projekt „Chance Teilqualifizierung“ an, das die vbw mit dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft ins Leben gerufen hat. Seit 2007 gelang es, über 15.400 Arbeitskräfte durch Weiterbildungsmaßnahmen zu qualifizieren. Rund 1.200 Unternehmen haben sich bereits beteiligt.

Bayerns Arbeitsministerin Kerstin Schreyer (CSU) betonte: „Arbeit hat neben dem Verdienst viele Facetten und ist ein wichtiger Aspekt unseres Lebens. Unser Ziel ist es, dass alle Menschen einer auskömmlichen Beschäftigung nachgehen können. Und da kann der Niedriglohnsektor als Einstieg helfen. Wichtig ist, dass diejenigen, die im Niedriglohnbereich einsteigen, Aufstiegsperspektiven haben. Hier kommt der Qualifizierung und Weiterbildung eine entscheidende Rolle zu. Mit dem ‚Pakt für berufliche Weiterbildung 4.0‘ haben wir dazu gemeinsam mit der Wirtschaft bereits ein vielseitiges Maßnahmenpaket geschnürt.“


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