Letzte Aktualisierung: 11. Februar 2020

Pressemitteilung

vbw Kongress zu den Perspektiven des Arbeitsmarkts für Regensburg / Brossardt: „Mit Mut und Gestaltungswillen gelingt der Strukturwandel“

11.02.2020 - Lappersdorf

Auf ihrem Kongress „Perspektiven des Arbeitsmarkts / Strukturwandel als Chance für Regensburg“ warb die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. dafür, die Herausforderungen durch den Strukturwandel mutig anzugreifen. „Wir dürfen keine Angst vor der digitalen Transformation haben. Wir müssen sie als Chance begreifen. Dann werden wir auch in Zukunft ausreichend Arbeit für die Menschen in Bayern haben“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt im Vorfeld der Veranstaltung.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gilt es nach Ansicht der vbw, den Arbeitsmarkt für künftige Aufgaben fit zu machen. „Die Industrie befindet sich in einer Rezession. Für Bayern rechnen wir für 2020 mit einem Wirtschaftswachstum von nur noch einem Prozent, die Arbeitslosigkeit ist bereits seit Juli 2019 leicht gestiegen, auch in der Stadt Regensburg. Hinzu kommt: Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften geht zurück. Der Bestand an gemeldeten Stellen in Bayern lag im Januar 2020 um 9,1 Prozent unter dem Vorjahrswert. Auch in der Stadt Regensburg wurden der Agentur für Arbeit zuletzt merklich weniger offene Stellen gemeldet. Zudem hat sich auch in Regensburg der Beschäftigungsaufbau erstmals seit rund zehn Jahren deutlich verlangsamt“, so Brossardt.

Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel trotz des Abschwungs herausfordernd. Für Unternehmen wird es immer schwieriger, Personal mit der passenden Qualifikation zu finden. In Regensburg dauert es im Durchschnitt aktuell rund 161 Tage, bis offene Stellen besetzt sind. Für ganz Bayern liegt diese sogenannte „Vakanzzeit“ derzeit bei 177 Tagen. Die vbw geht daher nicht davon aus, dass der Arbeitsmarkt in naher Zukunft einbrechen wird. „Entscheidend wird vielmehr sein, den Fachkräftebedarf der Unternehmen so gut es geht zu decken. Dazu ist es wesentlich, Arbeitnehmer für die Anforderungen der digitalen Transformation zu qualifizieren“, betonte Brossardt.

Zudem braucht die Wirtschaft laut vbw einen Rechtsrahmen, der mehr Flexibilität ermöglicht und etwa die Arbeitszeiterfassung zukunftsfähig regelt. „Wir müssen die Vertrauensarbeitszeit erhalten. Für die Arbeitswelt von morgen können wir keine Arbeitszeiterfassung von vorgestern einführen“, so der vbw Hauptgeschäftsführer.


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