Letzte Aktualisierung: 20. November 2019

Pressemitteilung

vbw Kongress: Weiterentwicklung der dualen Medienordnung / Brossardt: „Reformen für Stärkung der Medienwirtschaft notwendig“

20.11.2019 - München

Die deutsche Medienordnung bedarf dringend einer Reform, um eine Antwort auf die Marktmacht der großen US-Plattformen zu finden. Dies hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in München auf ihrem Kongress „Weiterentwicklung der dualen Medienordnung“ deutlich gemacht. „Die Wettbewerbsbedingungen haben sich in den letzten Jahren stark zulasten unserer heimischen Medienwirtschaft verändert. Vor allem das geänderte Nutzungsverhalten der Medienkonsumenten spielt hier eine entscheidende Rolle. Deshalb brauchen wir eine moderne Medienordnung, die es den deutschen und europäischen Medien möglich macht, Kunden und damit wirtschaftliche Stärke zurückzugewinnen. Das muss das zentrale Reformziel sein. Hier liegen in der Kooperation einstiger Konkurrenten große Zukunftschancen für unseren Medienstandort“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Auf ihrem Kongress präsentierte die vbw auf Basis einer unabhängigen wissenschaftlichen Studie „Kooperationsorientierte Weiterentwicklung der Medienordnung“ Vorschläge für die Weiterentwicklung der dualen Medienordnung. Der Studie nach könnten beispielsweise sinnvolle Kooperationsmodelle zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk und privaten Medienunternehmen durch eine entsprechende rechtliche oder gesetzliche Umgestaltung der Medienordnung ermöglicht werden.

Mit dem Kongress setzt die vbw nahtlos an die vor einem Jahr erarbeiteten Konsensleitlinien zur Weiterentwicklung der dualen Medienordnung an. Diese waren notwendig geworden, weil sich in unserem Mediensystem unterschiedliche Akteure mit ebenso unterschiedlichen Interessen gegenüberstehen. Die vbw hat hier eine Mittlerrolle für einen Reformansatz eingenommen, damit alle Akteure aus dem Umbruch in der Medienbranche gestärkt hervorgehen und eine Antwort auf die Marktmacht der großen US-Plattformen finden.

Nach Ansicht der vbw ist eine solche Weiterentwicklung aber nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus gesellschaftspolitischen Gründen notwendig. „Qualitätsjournalismus und hochwertige Filmproduktionen haben eine wichtige identitätsstiftende Funktion für unsere Gesellschaft. Deshalb müssen wir unbedingt Strukturen finden, die unsere Medienwirtschaft stärken. Eine solche Reform kann auch dazu beitragen, den politischen Diskurs wieder zu versachlichen“, so Brossardt.


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