Letzte Aktualisierung: 24. Juli 2018

Pressemitteilung

Perspektive Oberfranken: Dr. Edmund Stoiber diskutierte mit Wirtschaftsvertretern über die Anforderungen an die Politik

24.07.2018 - Hof

Bei der zweiten Kooperationsveranstaltung „Perspektive Oberfranken“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und der Frankenpost / Neue Presse diskutierten Dr. Edmund Stoiber, Ministerpräsident a. D., Dr. Hanns-Peter Ohl, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirks-
gruppe Oberfranken und Geschäftsführer der Erich NETZSCH GmbH und Co. Holding KG, sowie vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt über die Anforderungen der Wirtschaft an die Bundes- und Europapolitik.

Keynote-Speaker Dr. Edmund Stoiber erklärte: „Trotz der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland ist die Stimmung in der Bevölkerung schlecht. Das liegt an der Migrationsfrage: Über die Hälfte der Men-
schen in Bayern hält nach der neuesten ‚Bayerntrend‘-Umfrage die Migration für die größte politische Herausforderung der Gegenwart. Natürlich gibt es auch andere wichtige Themen. Die Migration überlagert in der öffentlichen Wahrnehmung aber leider alles andere. Ein Totschweigen des Themas hilft uns bei dieser Einstellung der Bevölkerung nicht weiter. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat einen hervor-
ragenden Masterplan Migration vorgelegt, der jetzt inhaltlich abgearbeitet wird. Das wird uns auch die Gelegenheit geben, wieder stärker darüber zu reden, wie wir die Wirtschaft in Bayern, Deutschland und Europa zukunftsfest machen können. Daran müssen Politik und Wirtschaft in Bayern gemeinsam arbeiten. Gute Ideen sind auf beiden Seiten vorhanden.“

Dr. Hanns-Peter Ohl verwies in seinem Grußwort auf die vielen Erfolge, die Oberfranken und Bayern wirt-
schaftspolitisch gut dastehen lassen: „Oberfranken ist gut aufgestellt, und vor allem besser als allgemein angenommen wird. Der Industriebesatz, also die Industriebeschäftigten je 1.000 Einwohner, liegt mit 112 deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 99. Der Maschinenbau ist die größte Industriebranche in Oberfranken, ihr Beschäftigtenanteil liegt mit 21,6 Prozent ebenfalls über dem bayernweiten Schnitt. Wir haben hier viele Hidden Champions, unsere Unternehmen schaffen eine hohe Wertschöpfung. Doch das ist angesichts der starken internationalen Konkurrenz und der zunehmenden Unsicherheiten in der Welt alles andere als eine Selbstverständlichkeit.“ vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte: „Wir erleben derzeit ein noch nie dagewesenes Nebeneinander von großer wirtschaftlicher Stärke und riesigen Umwälzungen, wie etwa die Bedrohung des Welthandels durch Protektionismus, die Digitalisierung, den Strukturwandel in der Automobilindustrie und den Fachkräftemangel. Damit diese Herausforderungen angegangen werden können, benötigen wir insbesondere auf Bundes- und EU-Ebene eine größere Handlungsfähigkeit.“


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Ulla Wolfshöfer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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