Letzte Aktualisierung: 23. Juli 2018

Pressemitteilung

vbw Kongress „Rohstoffversorgung langfristig sichern“ / Brossardt: „Wachsender Rohstoffbedarf gefährdet die mittel- und langfristige Versorgungssicherheit in Deutschland“

23.07.2018 - München

Die sichere Versorgung der Unternehmen mit metallischen und mineralischen Rohstoffen zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten ist ein zentrales Element der Zukunftssicherung. Dies hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in München auf ihrem Kongress „Deutschland hat Zukunft – Rohstoff-
versorgung langfristig sichern“ deutlich gemacht. Auf der Veranstaltung diskutierte die vbw mit Franz Josef Pschierer MdL, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, und weiteren Experten aus Wirtschaft und Politik über den aktuellen Stand und die zukünftigen Herausforderungen einer sicheren Rohstoffversorgung.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt führte aus, dass der weltweit steigende Rohstoffbedarf, sowie die Einschränkung der Exporte von Förderländern zum Schutz eigener Industrien die mittel- und langfristige Versorgungssicherheit in Deutschland gefährden. „Viele Erzeugnisse der Industriebetriebe in Bayern enthalten seltene, wenig bekannte Rohstoffe wie zum Beispiel Seltene Erden. Sie sind für viele Produkte unverzichtbar. Solche Rohstoffe kommen insbesondere in allen Zukunftstechnologien, beispiels-
weise für Energiespeicher, Beleuchtungssysteme oder in der Informationstechnologie, zum Einsatz. Ein Engpass kann ganze Wertschöpfungsketten lahmlegen und die Produktion dieser Güter einschränken.“

Die Sicherung der Versorgung mit Rohstoffen ist nach Meinung der vbw zunächst einmal Aufgabe jedes einzelnen Unternehmens. Sie wird durch Forschung und Entwicklung, langfristige Lieferverträge, Substi-
tution und Recycling wahrgenommen. Die betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten stoßen jedoch an Grenzen. „Daher müssen wir den Wettbewerb auf Rohstoffmärkten fördern und Exportmengenbeschränk-
ungen verhindern sowie Unternehmen bei internationalen Rohstoffprojekten unterstützen. Zusätzlich müssen wir den illegalen Abfluss von Sekundärrohstoffen beenden, Grundlagenforschung zu Rohstoff-
effizienz fördern und zukunftsfeste Recyclingkonzepte entwickeln“, erklärte Brossardt.

Die vbw ist überzeugt, dass im Rahmen der Elektromobilität Rohstoffsicherheit bei Batterien ein entschei-
dender Faktor ist. „Wir begrüßen ausdrücklich die Pläne der bayerischen Staatsregierung, die Elektromo-
bilität auszubauen und ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Batterietechnik an der Universität Bayreuth aufzubauen. Zusätzlich brauchen wir eine eigene Batteriezellenproduktion am Standort Bayern“, sagte Brossardt. Bayerns Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, Franz Pschierer, sagte: „Eine stabile Rohstoffversorgung ist die Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften. Zusätzlich sind Zu-
kunftstechnologien 'Made in Bavaria' nur mit High-Tech-Rohstoffen möglich. Dabei sind unsere Unter-
nehmen auf Importe angewiesen. Umso besorgniserregender sind die zunehmenden Handelsbarrieren und die Erhebung von Strafzöllen. Auch mit Blick auf die Rohstoffversorgung müssen wir uns deshalb weiterhin für den freien Welthandel einsetzen. In unseren Bemühungen um Freihandelsabkommen auch mit den USA dürfen wir nicht nachlassen. Parallel dazu müssen wir die heimischen Rohstoffvorkommen optimal nutzen. Wir werden deshalb den Rohstoffbericht Bayern aktualisieren und eine umfassende Datengrundlage aller vorhandenen Rohstoffe in Bayern schaffen. Gleichzeitig setzen wir erhebliche Mittel ein, um die Rohstoff-
effizienz zu erhöhen.“


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Rafael Freckmann

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