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    Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2015

    Pressemitteilung

    vbw: Jetzt entscheidet sich, ob Bayern infrastrukturfähig bleibt / Brossardt: „Flughafen ist bereits jetzt überlastet“

    30.10.2015 - München

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat den dringenden Bedarf für eine dritte Start- und Landebahn am Flughafen München betont. „Die Kapazität des Flughafens wird bereits heute in den Hauptverkehrszeiten überschritten. Auch zu anderen Zeiten stößt der Flughafen immer mehr an seine Grenzen und wird auch hier in den nächsten fünf Jahren die Kapazitätsgrenze überspringen. Wenn er jetzt nicht ausgebaut wird, ist seine Position als internationales Luftverkehrsdrehkreuz gefährdet“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

    Brossardt betont: „Um die Hub-Funktion des Münchner Flughafens zu erhalten, müssen in den nachfragestarken Zeiten ausreichend viele Slots für Umsteigeverbindungen zur Verfügung stehen. Anderenfalls droht eine Abwanderung von Airlines und Flugverbindungen an andere Luftverkehrsdrehkreuze wie Wien, Zürich oder Frankfurt. Ein Verlust der Drehkreuzfunktion würde zu erheblichen Wohlstandsverlusten für den Freistaat führen. Es fielen nicht nur gut 17.000 Arbeitsplätze weg, sondern die Wettbewerbsfähigkeit Bayerns würde im Ganzen leiden. Umgekehrt würde der Bau der dritten Startbahn in Bayern eine zusätzliche Wertschöpfung von 862 Millionen Euro pro Jahr und über 15.300 weitere Arbeitsplätze schaffen.“

    Eine Unternehmensbefragung der vbw zeigt die zentrale Bedeutung des Flughafens für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Demnach nutzen fast 40 Prozent der bayerischen Unternehmen Flughäfen für die Passage und gut 20 Prozent, um Frachtdienstleistungen in Auftrag zu geben. Brossardt: „Im geschäftlichen Flugverkehr spielen internationale Direktverbindungen eine besonders wichtige Rolle. Schon heute sind für knapp zwei Drittel aller Unternehmen mit Flugtätigkeit internationale Direktverbindungen wichtig. Der Anteil wird in den nächsten fünf Jahren auf 70 Prozent steigen. Für Unternehmen in Flughafennähe liegen die Anteile jeweils noch deutlich höher. Auch das belegt den steigenden Bedarf der Wirtschaft“, so der vbw Hauptgeschäftsführer. Im Falle einer Verschlechterung des Angebots etwa durch einen Verlust der Hub-Funktion erwarten fast 70 Prozent der Unternehmen eine spürbare Beeinträchtigung ihres Geschäftserfolgs. Brossardt: „Damit sich der Flughafen strategisch weiterentwickeln und seine Position als internationales Drehkreuz behaupten kann, brauchen wir einen bedarfsgerechten Ausbau. Dazu gehört die dritte Start- und Landebahn. Sie ist im Interesse der Wirtschaft und der gesamten Gesellschaft. Die Politik muss deshalb die Voraussetzungen für einen zügigen Baubeginn schaffen. Jetzt entscheidet sich, ob Bayern infrastrukturfähig bleibt.“


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