Letzte Aktualisierung: 19. August 2016

Pressemitteilung

vbw: Gute Exportentwicklung – aber Warnsignale / Brossardt: „Rückgang der Ausfuhren in die USA sehr kritisch“

19.08.2016 - München

„Die Entwicklung der bayerischen Exporte im ersten Halbjahr mit einem Plus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist erfreulich, gleichzeitig mahnen die Zahlen aber zur Vorsicht“, erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., zu den vom Bayerischen Landesamt für Statistik veröffentlichten Exportzahlen. Positiv bewertet die vbw, dass die Steigerung vor allem aus Europa und insbesondere aus der Eurozone kommt, die sich langsam erholt. „Auch die Exporte in die südeuropäischen Staaten stiegen teils kräftig. So legten die bayerischen Ausfuhren nach Italien um 8,6 Prozent, nach Spanien um 11,2 Prozent, nach Portugal um 10,7 Prozent und nach Griechenland um 5,8 Prozent zu“, so Brossardt. Er warnt aber gleichzeitig vor Euphorie: „Die Lage in der EU ist nach wie vor nicht stabil. Sorgen bereitet vor allem die angespannte wirtschaftliche Lage in Italien. Außerdem verunsichert das Brexit-Votum die Wirtschaft. Mit Exporten im Wert von 7,7 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2016 liegt das Vereinigte Königreich nach wie vor auf Platz zwei der bayerischen Zielmärkte“, so Brossardt.

Sehr kritisch sieht der vbw Hauptgeschäftsführer die Exportentwicklung bei Bayerns wichtigstem Handelspartner, den USA. „Mit einem Exportvolumen von 10,1 Milliarden Euro liegen die Vereinigten Staaten unangefochten auf Platz eins. Während die Exporte dorthin im vergangenen Jahr noch kräftig gewachsen sind, mussten wir im ersten Halbjahr 2016 einen Rückgang um 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr feststellen. Dieses Warnsignal unterstreicht abermals die große Bedeutung des Freihandelsabkommens TTIP, das zügig kommen muss“, fordert Brossardt.

Gemischt fiel die bayerische Exportbilanz im ersten Halbjahr 2016 für die BRICs-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China aus: Während die Exporte nach Brasilien mit -10,0 Prozent deutlich gesunken sind, legten die Ausfuhren nach Russland von niedrigem Niveau aus wieder um 1,0 Prozent zu. Nach Indien setzten die bayerischen Unternehmen 4,5 Prozent, nach China 1,9 Prozent mehr ab.


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