Letzte Aktualisierung: 03. Januar 2018

Pressemitteilung

vbw: GroKo-Unterhändler müssen Warnungen beachten / Brossardt: „Bürgerversicherung würde vor allem die Mittelschicht treffen“

03.01.2018 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt die Warnung der gesetzlichen Kranken-
versicherung (GKV) vor den Folgen einer Bürgerversicherung. „Die Kritik an den SPD-Plänen bestätigt: Eine Bürgerversicherung ginge massiv zu Lasten der Beitragszahler. Wenn eine Angleichung der Honorarordnungen nicht zu Einbußen für die Leistungserbringer führen soll, würde sich der durchschnitt-
liche Beitragssatz in der neuen Bürgerversicherung von 15,6 auf fast 16,7 Prozent erhöhen. Vor allem die Mittelschicht würde dadurch getroffen“, betont vbw Hauptgeschäfts-führer Bertram Brossardt.

Auch die Arbeitgeber hätten im Falle einer „paritätischen Bürgerversicherung“ mit deutlich höheren Ausgaben zu rechnen. Ihre Lohnzusatzkosten würden um bis zu 57 Prozent steigen. Um diesen dramatischen Anstieg für Unternehmen zu quantifizieren, stellt die vbw den Unternehmen in Bayern und Deutschland online einen Belastungsrechner unter www.BuergerversicherungsRechner.de zur Verfügung.

Für das Geschäftsmodell der privaten Krankenversicherung (PKV) würde der Einstieg in die Bürger-
versicherung das wirtschaftliche Aus bedeuten. Rund 20 Prozent der Privatversicherten sind bei Unter-
nehmen mit Sitz in Bayern versichert. Als bedeutende Versicherungsstandorte im Freistaat wären von einer Bürgerversicherung rund 13.000 Arbeitsplätze in München, Nürnberg und Coburg betroffen.

„Die Abschaffung der PKV ist und bleibt ein Irrweg“, warnt Brossardt und führt weiter aus: „Im Gegensatz dazu steht der Systemwettbewerb zwischen gesetzlicher und privater Krankenkasse im Interesse derer, denen Arbeitsplätze, die medizinische Infrastruktur und der Wettbewerb in Deutschland am Herzen liegen. Die Unterhändler von Union und SPD müssen die Warnungen der Träger des deutschen Gesund-
heitssystems beachten und von einer Bürgerversicherung Abstand nehmen.“


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Dr. Markus Meyer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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Markus Meyer
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