Letzte Aktualisierung: 13. Juli 2017

Pressemitteilung

Zum Kongress "Deutschland hat Zukunft – Steuerpolitik: gerecht, für Wachstum und Chancen"

13.07.2017 - Würzburg

Anlässlich der Veranstaltung „Deutschland hat Zukunft – Steuerpolitik: gerecht, für Wachstum und Chancen“ fordert die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in der Ausgabenpolitik weiter Maß zu halten und wachstumsorientierte Investitionen zu fördern. Dazu Wolfgang Fieber, Vorsitzender des Vorstands der vbw Bezirksgruppe Unterfranken: „Sparen, investieren, gezielt Steuern senken – dieser Dreiklang ist nicht nur möglich, sondern ist und bleibt der Maßstab für eine nachhaltige, gerechte und zukunftsfähige Steuerpolitik.“

Die vbw fordert, dass der Anstieg des Steuersatzes in der Einkommensteuer abgeflacht und der kalten Progression ein Ende bereitet wird, um niedrige und mittlere Einkommen zu entlasten. Zudem müssen die Lohnzusatzkosten dauerhaft unter 40 Prozent liegen. „Die gegenüber früheren Schätzungen erwarteten Steuermehreinnahmen belaufen sich insgesamt bis 2021 auf 54,1 Milliarden Euro – da müssen Steuerentlastungen auf der Tagesordnung bleiben. Wir brauchen ein einfaches, leistungsgerechtes und international wettbewerbsfähiges Steuersystem. 2,7 Millionen Steuerpflichtige, die den Spitzensteuersatz bezahlen, sind zu viel. Insgesamt muss die Besteuerung so gestaltet werden, dass sich Leistung auszahlt und das Investitionsklima für Unternehmen in Deutschland verbessert wird“, so Fieber.

Nur wenige Länder besteuern einbehaltene Gewinne von Unternehmen höher als Deutschland. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, darf es darüber hinaus laut vbw weiterhin keine unternehmensschädlichen Substanzsteuern geben. „Betriebsvermögen sichert unseren Wohlstand, eine Besteuerung wäre ein fatales Signal“, so Fieber. Die vbw fordert neben der Projektförderung auch die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung. „Sie ist technologieoffen, überlässt also den Unternehmen die Richtung, in die sie forschen wollen, und erhöht den Wissenstransfer. Und sie schafft Planungssicherheit für die Unternehmen“, erklärt Fieber. Zudem fordert Fieber die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung und betont dazu: „Ohne dieses Instrument sind die Klimaziele, die sich die Bundesregierung gesetzt hat, nicht erreichbar.“

„Richtig sind Steuerreformen, die Menschen mehr von ihrer Leistung lassen, Aufstiegschancen fördern, Investitionen und innovatives unternehmerisches Engagement erleichtern, unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit absichern und die Möglichkeiten, privat vorzusorgen, verbessern. Das sollte die Linie der nächsten Bundesregierung sein“, fasst Fieber die Positionen der vbw zur Steuerpolitik zusammen.


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Ulla Wolfshöfer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Ulla Wolfshöfer
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben