Letzte Aktualisierung: 05. Oktober 2016

Pressemitteilung

vbw: Es muss Schluss sein mit dem Rentenwettlauf / Gaffal: „Keine weitere Belastung für den Faktor Arbeit“

05.10.2016 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. kritisiert aus aktuellem Anlass den Verlauf der derzeitigen Rentendebatte. „In der Diskussion um die Zukunft der Altersvorsorge muss jetzt Schluss sein mit dem Wettlauf um Renten-Wohltaten“, mahnt vbw Präsident Alfred Gaffal. „Unserem Land fehlt ein rentenpolitisches Gesamtkonzept, das auf der einen Seite die nächsten Generationen im Auge behält, und auf der anderen Seite den Faktor Arbeit nicht weiter belastet.“

Gaffal betont: „Die Erhöhung der Rentenbeiträge ist nicht akzeptabel. Schon heute liegt die Abgabenpflicht zur Sozialversicherung bei fast 40 Prozent. Die Arbeitgeber in der deutschen Privatwirtschaft zahlten 2015 an Arbeitskosten 32,70 Euro für eine Stunde Arbeit – 26 Prozent mehr als im Durchschnitt der EU. Eine weitere Erhöhung hätte zwangsläufig negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und würde zu mehr Arbeitslosen führen, die dann wiederum als Beitragszahler für die Rentenkasse fehlen.“ Die Rente mit 63, die Mütterrente und ihre geplante Ausweitung sowie die in Aussicht gestellte Erhöhung der Ostrenten sind aus Sicht der vbw rentenpolitische Fehlentscheidungen, die nicht finanzbar sind. „Allein die geplante Ostrentenentscheidung würde nach Schätzungen bis zum Jahr 2020 5,7 Milliarden Euro kosten. Da die durchschnittliche Rente in Ostdeutschland mit 905 Euro ohnehin über der in Westdeutschland mit 722 Euro liegt, besteht keine Notwendigkeit für eine Angleichung“, so Gaffal.

„Alle Leistungsausweitungen zugunsten jetziger Rentner und rentennaher Jahrgänge müssen einseitig von heutigen und künftigen Beitragszahlern aufgebracht werden. Das ist mit dem Gedanken der Generationengerechtigkeit nicht vereinbar. Wir brauchen endlich ein tragfähiges Gesamtkonzept, das den Faktor Arbeit nicht weiter belastet“, fordert Gaffal. „Eine zukunftsfeste Gestaltung der Rente muss das oberste Gebot sein. Alle Rentenleistungen müssen im direkten Zusammenhang zu den eingezahlten Beiträgen stehen. In der Diskussion um das gesetzliche Rentenniveau darf nicht vergessen werden, dass die Altersvorsorge auf den drei Säulen der gesetzlichen Rente, der privaten Vorsorge und der betrieblichen Altersversorgung ruht, die sich intelligent ergänzen müssen.“


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