Letzte Aktualisierung: 14. Februar 2018

Pressemitteilung

vbw: Blockchain-Technologie ist Chance und Herausforderung für bayerische Wirtschaft / Brossardt: „Disruptive Innovationen aktiv gestalten“

14.02.2018 - München

Die Blockchain-Technologie – also eine Art Datenbank, bei der Transaktionen nicht an zentraler Stelle, sondern durch die verschiedenen Teilnehmer eines Netzwerks geprüft und gespeichert werden – bietet
laut vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. großes Potenzial. Denn die Einsatzmöglichkeiten der Technologie, deren bekannteste Anwendungen derzeit Kryptowährungen wie Bitcoin darstellen, sind sehr vielfältig: Zum Beispiel kann sie genutzt werden, um Zertifikate und Zeugnisse fälschungssicher zu machen. Bei der Blockchain-Technologie ist kein zentraler Mittelsmann notwendig, weil Transaktionen und Veränderungen automatisch im gesamten Netzwerk geprüft werden – das senkt Kosten. Weitere Einsatz-
bereiche sind der Gesundheitsbereich, die Verwaltung, das Supply Chain Management oder die Finanz-
branche. „Die Blockchain-Technologie bietet damit erhebliche Chancen, birgt aber auch disruptives Potenzial für jene Branchen, die die entsprechenden Transaktionen bisher zentral als Mittelsmann organisieren“, sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Aus diesem Grund beschäftigt sich auch der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft mit dem Thema und fordert Pilotprojekte und gezielte Forschung, um die Chancen weiter auszuloten. „Wir müssen uns gerade mit potenziell disruptiven Innovationen – das heißt solchen, die bestehende Technologien ersetzen oder verdrängen – frühzeitig auseinandersetzen und diese aktiv gestalten. Eine wichtige Rolle nehmen dabei Start-ups ein, die an neuen Anwendungen für die Technologie arbeiten. Hier haben wir, ebenso wie auch im Bereich Forschung, eine gute Ausgangsposition. Die Weichen müssen so gestellt werden, dass die hiesigen Unternehmen und Bürger, aber auch Verwaltungen ‚first movers‘ oder ‚early adopters‘ werden, also besonders früh die Entwicklungen vorantreiben und umsetzen“, erklärt Brossardt.

„Wichtig für mehr Wertschöpfung am Standort ist, dass auch unser Rechtsrahmen Innovationsoffenheit gewährleistet. Dazu gehört immer, zunächst zu analysieren, wie neue Sachverhalte und neue Technologien nach geltendem Recht zu beurteilen sind, wo sie an Grenzen stoßen und welche Risiken möglicherweise mit ihrem Einsatz verbunden sind. Erst dann kann und muss geprüft werden, wo möglicherweise gesetzgeberisches Handeln notwendig ist“, so der vbw Hauptgeschäftsführer. Die vbw hat daher eine Studie zu rechtlichen Aspekten der Blockchain herausgegeben.


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