Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2017

Pressemitteilung

vbw: Blick auf Zukunft richten / Brossardt: „Deutschland muss fit für die digitale Transformation werden“

13.12.2017 - München

„Die künftige Bundesregierung muss den Blick auf die Zukunft richten, anstatt in der Vergangenheit zu verharren. Sie muss die aktuellen Herausforderungen unseres Landes zügig und in Verantwortung vor künftigen Generationen angehen. Zu einem solchen Zukunftsentwurf gehört unter anderem eine demografisch gerechte Gestaltung der Sozialen Sicherung, eine wegweisende Digitalisierungsinitiative und eine dauerhafte Entlastung der Bürger“, fordert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., im Vorfeld der heute beginnenden Gespräche über die Bildung einer großen Koalition aus Union und SPD.

Brossardt weiter: „Für die Zukunftsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland wäre eine Bürgerversicherung der völlig falsche Weg. Sie würde unsere medizinische Versorgung schlechter machen, das Gesundheitssystem massiv verteuern und bis zu 50.000 Arbeitsplätze kosten. Bei der Rente brauchen wir eine Reform, die dem demografischen Wandel Rechnung trägt und kommende Generationen nicht überproportional belastet.“

„Zur Digitalisierungsinitiative gehört neben dem Ausbau der Infrastruktur, der Förderung von Unternehmer-
tum und dessen Investitionsbereitschaft auch ganz wesentlich ein modernes, flexibles Arbeitsrecht. Dazu bedarf es der Änderung des Arbeitszeitgesetzes und der Beibehaltung der sachgrundlosen Befristungen. Nur so werden wir fit für die digitale Transformation“, betont Brossardt.

Die vbw warnt vor einer verschärften Regulierung der Unternehmen in Deutschland: „Wohlstand entsteht und besteht nur durch Wirtschaftskraft. Damit unser Land auch in zehn Jahren erfolgreich ist, darf die Wirtschaft nicht weiter mit staatlichen Vorgaben belastet werden. Flexible Beschäftigungs-formen sind von zentraler Bedeutung“, so Brossardt.

Die sprudelnden Steuereinnahmen geben dem Staat nach Ansicht der vbw die notwendigen Spielräume, die Steuerlast abzubauen und keinesfalls zu erhöhen, zum Beispiel durch eine Steigerung des Spitzen-
steuersatzes oder eine Vermögenssteuer. Dazu Brossardt: „Insbesondere Steuerentlastungen müssen auf der Tagesordnung bleiben. Die Kalte Progression gehört abgeschafft und der Mittelstandsbauch abgeflacht. Der Solidaritätszuschlag muss gestrichen werden. Substanzsteuern sind grundsätzlich abzulehnen.“


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Dr. Markus Meyer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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