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    Letzte Aktualisierung: 15. September 2015

    Pressemitteilung

    vbw: Bessere Rahmenbedingungen statt neuer Regulierung / Brossardt: „Europäische Frauenquote wäre Angriff auf Subsidiaritätsprinzip“

    15.09.2015 - München

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat sich für mehr Chancen für Frauen in der Arbeitswelt ausgesprochen. „Dass Frauen in vielen Bereichen des Erwerbslebens unterrepräsentiert sind, muss sich gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ändern“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Politischem Zwang erteilt er mit Blick auf die geplanten Maßnahmen der Europäischen Union aber eine klare Absage. „Frauen brauchen Chancen statt Quoten. Die auf europäischer Ebene geplante Frauenquote ignoriert die betriebliche Realität und wäre ein Angriff auf das Subsidiaritätsprinzip. Außerdem wäre es hochproblematisch, die europäische Quotenregelung mit der bereits in Deutschland geltenden Frauenquote in Einklang zu bringen.“

    Brossardt betonte: „Seit der ‚Vereinbarung zur Chancengleichheit‘ zwischen Politik und Privatwirtschaft 2001 in Deutschland ist der Frauenanteil – und zwar ohne Quote – in den Dax30-Aufsichtsräten von über 12 auf knapp 25 Prozent gestiegen. Auch die Erwerbsbeteiligung von Frauen insgesamt hat sich allein in Bayern von 67 Prozent im Jahr 2003 auf über 74 Prozent 2013 erhöht. Der EU-Durchschnitt liegt bei gut 60 Prozent gegenüber 52 Prozent im Jahr 1998.“

    Bei den Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern forderte der vbw Hauptgeschäftsführer eine ehrliche Diskussion. „Der ‚Gender Pay Gap‘ von 22 Prozent ist wenig aussagekräftig, weil die Einkommen aller erwerbstätigen Männer und Frauen miteinander verglichen werden. Wichtige Faktoren wie Qualifikation, Beruf und Erwerbsbiografie bleiben unberücksichtigt. Die bereinigte Lohnzahlungslücke zeigt hingegen den Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen, die das gleiche Qualifikationsniveau haben, die gleiche Berufserfahrung aufweisen und in derselben Branche arbeiten. Hier ergibt sich eine deutlich geringere Lohnlücke, die – je nach Datengrundlage und Berechnungsmethode – zwischen zwei und sieben Prozent liegt.“

    Der vbw geht es vor allem um die richtigen Rahmenbedingungen für Frauen. Brossardt: „Es darf nicht sein, dass Frauen nicht erwerbstätig sein können, weil es an passenden Betreuungseinrichtungen für ihre Kinder oder für pflegebedürftige Angehörige fehlt. Darauf sollte sich die Politik konzentrieren, statt mit immer neuen Regulierungen die unternehmerische Freiheit zu beschneiden.“


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