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    Letzte Aktualisierung: 12. September 2016

    Pressemitteilung

    vbw: Beschäftigung deutlich stärker gestiegen als Zeitarbeit / Brossardt: „Zeitarbeit nicht diskriminieren“

    12.09.2016 - München

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. weist darauf hin, dass die Beschäftigung in den vergangenen Jahren kontinuierlich und deutlich stärker gestiegen ist als die Zeitarbeit. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Der deutsche Arbeitsmarkt boomt, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist auf Rekordniveau. Während die Beschäftigung in Deutschland von 2012 bis 2015 um 1,5 Millionen stieg, schwankte die Zahl der Zeitarbeiter je nach Auftragslage und legte im gleichen Zeitraum nur um 71.600 Personen zu. In Bayern ist die Beschäftigung von 2012 bis 2015 um 317.500, die Zeitarbeit um 11.900 gestiegen. Damit blieben die Anteile der Zeitarbeit in Deutschland und Bayern in den vergangenen Jahren nahezu unverändert: In Deutschland lag der Anteil der Zeitarbeitnehmer 2012 bei 3,0 Prozent, im Jahr 2015 bei 3,1 Prozent. In Bayern lag er 2012 und 2015 mit jeweils 2,8 Prozent darunter. Die Zeitarbeit ist Zeichen von wirtschaftlichem Aufschwung, aber sie bestimmt bei weitem nicht den Arbeitsmarkt.“

    Brossardt betont außerdem, dass Beschäftigte in der Zeitarbeit tariflich entlohnt werden: „Die aktuell diskutierten Zahlen zu niedrigen Entgelten wirken verzerrend, weil wir in diesem Bereich ein hohes Maß an geringqualifizierten Beschäftigten haben, die ohne Zeitarbeit gar keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hätten.“

    In der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie setzen einer Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm zufolge 70 Prozent der Unternehmen Zeitarbeit ein. Im Jahr 2010 lag die Zahl der Zeitarbeitnehmer in Bayerns wichtigstem Wirtschaftszweig noch bei fast 40.000, in diesem Jahr sind dort etwa 35.000 Zeitarbeiter beschäftigt. „Während die M+E Beschäftigung im selben Zeitraum insgesamt deutlich um mehr als 86.000 gestiegen ist, ging die Zahl der Zeitarbeitnehmer also zurück“, fasst Brossardt zusammen.

    „Ich warne davor, die Zeitarbeit neuerlich zu diskriminieren. Zeitarbeit ist eine gute Einstiegsmöglichkeit und Chance, gerade für Arbeitssuchende mit geringerer Qualifizierung. Und sie ist ein wichtiges Flexibilisierungselement für die Unternehmen, mit dem sie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit und damit ihre Stammbelegschaften sichern können“, betont Brossardt.


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