Letzte Aktualisierung: 02. Mai 2017

Pressemitteilung

vbw: Beim Klimaschutz müssen alle Staaten verbindliche Ziele festlegen / Brossardt: „Klimapolitik gemeinsam mit der Wirtschaft weiterentwickeln“

02.05.2017 - München

Anlässlich einer Veranstaltung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die deutsche Wirtschaft setzt Maßstäbe, was Klimaschutz angeht. Im Jahr 2016 wurden in Deutschland fast 28 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen als 1990 bei gleichzeitiger Verdoppelung der gesamtwirtschaftlichen Produktion. Deutschland ist nur für etwa 2 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich. Weltweit sind die Emissionen von 1990 bis 2015 auf das 1,6-fache gestiegen. Über 43 Prozent des Ausstoßes entfallen auf China und die USA. Daher ist eins klar: Alleine werden wir das Klima nicht retten.“

Brossardt weiter: „Erfolg hat der Klimaprozess nur, wenn alle Staaten bis 2020 ambitionierte Klimaziele festlegen und dann auch tatsächlich umsetzen. Bei einem deutschen Alleingang besteht die Gefahr, die Wirtschaft zu überfordern und im internationalen Wettbewerb zu benachteiligen. Der Weltklimavertrag, der bei der 21. UN-Klimakonferenz in Paris vereinbart wurde, ist der richtige Weg. Er schafft die Voraus-
setzungen dafür, dass alle ihren gerechten Beitrag leisten.“ Auf der 22. UN-Klimakonferenz in Marrakesch wurde vereinbart, dass bis 2018 ein Regelbuch für die Umsetzung des Weltklimavertrags verabschiedet werden soll. Es soll sicherstellen, dass die von den Staaten gemachten Zusagen eingehalten werden.

Mit dem Klimaschutzplan 2050 vorzupreschen und damit einen weiteren nationalen Alleingang zu wagen, ist laut Brossardt Aktionismus: „Der Plan ist überzogen. Statt vorschnell einseitige Ziele festzulegen, gilt es, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ Eine Chance sieht Brossardt in der nächsten Weltklima-
konferenz, die im November 2017 in Bonn stattfindet: „Hier wird sich zeigen, ob die anderen Länder zu ambitionierten Klimaschutzzielen bereit sind. Ist dies nicht der Fall, muss die Bundesregierung ihren Klimaschutzplan 2050 überdenken. Andernfalls gefährden wir heimische Wirtschaftssektoren und riskieren die Verlagerung von Unternehmensstandorten, Arbeitsplätzen und Fachwissen in Staaten mit niedrigeren Klimaauflagen.“


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Kristina Stuppi

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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