Letzte Aktualisierung: 28. Mai 2020

Pressemitteilung

vbw: Bayerische Flächenpolitik zukunftsgerecht weiterentwickeln

15.05.2020 - München

Im Nachgang zur Expertenanhörung im Bayerischen Landtag zu dem Thema „Bayerns Landschaft erhalten, nachhaltige Entwicklung aller Landesteile garantieren“ fordert die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die zukunftsgerechte Weiterentwicklung der bayerischen Flächenpolitik. Die vbw betont, dass es im Freistaat gut gelingt, die wirtschaftliche Entwicklung vom sogenannten Flächenverbrauch abzukoppeln. Dieser geht seit längerem in hohem Maß auf das Wohnen und auf Versorgungsinfrastrukturen – etwa Solaranlagen – zurück. „Bayerns Wirtschaft ist flächeneffizient. Ihre Spielräume dürfen nicht noch enger werden, erst recht nicht, wenn der wirtschaftliche Wiederaufbau nach Corona dadurch gehindert wird. Bayerische Flächenpolitik muss weiter auf einen zielgerichteten, aber ausreichend flexiblen Ordnungsrahmen, auf wirksame Anreize und auf die kompetente Arbeit der Verwaltungen setzen. Konstruktive Vorstellungen zur Weiterentwicklung der dafür eingesetzten Instrumente liegen auf dem Tisch und werden schon umgesetzt“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die vbw fordert, dass Qualitäten von Siedlungs- und Verkehrsflächen stärker beachtet werden als es mit der bisherigen Flächenstatistik möglich ist. Nach Ansicht der vbw muss dafür an die Stelle der derzeitigen Flächenorientierung eine Flächeneffizienzpolitik treten, die die vielfältigen auf Flächen angewiesenen Veränderungen lokal und regional flexibel handhabt. „Versiegelung nimmt bei restriktiver Flächenpolitik immer stärker zu. Flächeneffizienzpolitik legt deshalb den Fokus nicht auf den statistischen Flächenverbrauch, sondern auf eine qualitative Bewertung von Flächen und die innerörtliche Flächenversiegelung. Die Flächenpolitik des Freistaats muss ökologischen Anliegen ebenso gerecht werden wie wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen. Zudem muss eine angemessene Entwicklung der Infrastruktur möglich sein“, fordert Brossardt.

Die vbw befürwortet einen sparsamen und verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. „Ein 5-ha-Ziel kann sich angesichts absehbarer Entwicklungen im Freistaat Bayern allerdings wachstumshemmend für den Standort erweisen. Deshalb muss es im Lauf der Zeit an sich ändernde Bedarfe flexibel angepasst werden. Eine Einführung als zwingender Grenzwert ist nicht zu verantworten“, erklärt Brossardt.


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