Letzte Aktualisierung: 26. Juli 2018

Pressemitteilung

vbw: Ausbau digitaler Netze in Unterfranken auf gutem Weg / Burkhart: „Anforderungen der Unternehmen wachsen“

26.07.2018 - Aschaffenburg

Im Rahmen eines Kongresses hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. anhand einer Studie den Ausbaustand der digitalen Netze in Unterfranken und Bayern vorgestellt sowie die Anforder-
ungen der Unternehmen skizziert.

„Leistungsfähige und sichere digitale Netze sind das Rückgrat der Digitalisierung. Anwendungen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Tele-Medizin sind zwingend darauf angewiesen. Dabei müssen wir neben dem Festnetz auch an schnellen Mobilfunk, insbesondere den neuen 5G-Standard, denken“, erklärte Karl-Heinz Burkhart, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Unterfranken.

Im Flächenland Bayern wie in Unterfranken sieht die vbw große Fortschritte beim Breitbandausbau: Im bundesweiten Vergleich steht Bayern laut vbw gut da. Der Freistaat liegt bei der Versorgung von Haus-
halten mit schnellen Internetanschlüssen sowohl in seinen städtischen als auch ländlichen Regionen deutlich über dem deutschen Durchschnitt. Im Regierungsbezirk Unterfranken können rund 90 Prozent der Haushalte auf einen Anschluss mit 30 Megabit pro Sekunde zurückgreifen, für 75 Prozent der Haushal-
te stehen Anschlüsse mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung, 54 Prozent können sogar bis zu 100 Megabit pro Sekunde wählen.

„Auch das Mobilfunknetz hat an Qualität gewonnen. Jedoch finden sich vor allem abseits der Oberzent-
ren Regionen, in denen Telefonie oder mobiler Datentransport nicht oder nur mit schlechtem Empfang möglich ist. Daran muss gearbeitet werden“, sagte Burkhart.

Mit der zunehmenden Digitalisierung wachsen auch die Anforderungen der Unternehmen: Fast die Hälfte der bayerischen Firmen erwartet laut vbw Studie, im Festnetz bis zum Jahr 2020 Bandbreiten von über 50 Megabit pro Sekunde zu benötigen, 14 Prozent rechnen mit über 100 Megabit pro Sekunde. 72 Prozent der Firmen geben an, auf mobile Technik und schnelle Datenverbindungen angewiesen zu sein.

„Bayern ist mit seiner Förderpolitik beim Netzausbau insgesamt auf dem richtigen Weg. Aber von einer flächendeckenden Versorgung mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde geschweige denn einem flächendeckenden und bedarfsgerechten Glasfaser- und 5G-Netz sind wir noch entfernt. Daran muss weitergearbeitet werden, damit der Standort attraktiv bleibt“, forderte Burkhart.


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Ulla Wolfshöfer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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