Letzte Aktualisierung: 08. November 2019

Pressemitteilung

vbw: Ausbau der digitalen Infrastruktur in Oberfranken schreitet voran / Kaeser: „Nachholbedarf allerdings noch bei Glasfaser“

08.11.2019 - Coburg

Der Ausbau der digitalenInfrastruktur im Freistaat und in Oberfranken hat in den letzten Jahren beachtliche Fortschritte gemacht. Zeitgleich ist allerdings der Bedarf der Unternehmen aufgrund neuer technischer Möglichkeiten und Innovationen sprunghaft angestiegen. Das ist das Ergebnis zweierStudien der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

„Der Zugang zu schnellem Internet von bis zu 30 Mbit/s liegt in Oberfranken mit 94,2 Prozent über dem bayernweiten Schnitt (93 Prozent). Im Bereich 50 Mbit/s und mehr hat es in ländlichenRegionen mit einem Plus von 23,4 Prozentpunkten gegenüber 2017 den größten Zuwachs gegeben, hier werden 78,6 Prozent aller Haushalte erreicht. Die Kombination aus kommunalem Engagement und gezielten Förderprogrammen zeigt Wirkung. Ländliche Regionen im Freistaat sind deutlich besser versorgt als im Rest Deutschlands. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Als Basis für eine erfolgreiche digitaleTransformation brauchen wir den Quantensprung von Kupfer zu Glasfaser und von LTE zu 5G – und das für alle überall“, kommentiert Thomas Kaeser, Vorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberfranken.

Bei der Versorgung von bis zu 100 Mbit/s weist Oberfranken mit 60 Prozent noch einen vergleichsweise niedrigen Wert auf. Hier sieht die vbw noch Nachholbedarf. Auch die Versorgung mit Glasfaser müsse noch weiter gesteigert werden. „Nur 10,4 Prozent der Endkunden haben einen Glasfaseranschluss, etwas weniger als im bayernweiten Schnitt (11,6 Prozent). Im Zuge des bayerischen Förderverfahrens werden aktuell 5.700 Kilometer Glasfaser in unserer Region neu verlegt und so rund 98.000 Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen. Ohne die Förderpolitik der Bayerischen Staatsregierung jedoch würde sich die Lücke öffnen. Umso wichtiger ist es jetzt, dass die Betreibergesellschaften weiter investieren und Kommunen die Förderung nutzen und den Ausbau positiv begleiten“, betont Kaeser.

Nach Ansicht der vbw wurden im Freistaat die Weichen richtiggestellt. „Hier müssen wir weiter vorankommen – und zwar in möglichst schnellem Tempo. Wir müssen das Mastenförderprogramm besser nutzen, die Netzbetreiber bei der Suche nach Funkstandorten unterstützen und den Ausbau der leitungsgebundenen Netze vorantreiben. Dabei sind auch die Kommunen gefordert, beispielsweise durch Erleichterungen im Planungs- und Baurecht. Nur wenn wir beim Ausbau der digitalen Netze auf dem Gaspedal bleiben, können wir die starke Stellung unseres Wirtschaftsstandortes erhalten“, so Kaeser.


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