Letzte Aktualisierung: 08. März 2018

Pressemitteilung

vbw: Arbeitsmarktaufschwung setzt sich fort / Brossardt: „Arbeitskräftemangel wird zum Wachstumshemmnis“

08.03.2018 - Nürnberg

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Agenturbezirk Nürnberg im Jahresverlauf 2017 um 2,7 Prozent bzw. 10.000 Personen auf 375.300 angestiegen. Damit wurde die ursprüngliche Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) um 2.800 Personen übertroffen. Für das Jahr 2018 wird ein weiterer Anstieg von 2,1 Prozent bzw. 7.700 Beschäftigten auf 383.000 vorhergesagt. Für Mittelfranken insgesamt prognostiziert die Berechnung einen Anstieg um 14.900 auf insgesamt 792.800 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (+1,9 Prozent).

Die Arbeitslosigkeit in Mittelfranken wird 2018 um 900 auf 37.700 Erwerbslose zurückgehen. Der Rück-
gang um 2,3 Prozent fällt damit für Mittelfranken etwas schwächer aus als im bayernweiten Schnitt von 2,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Nürnberg wird der Prognose zufolge um 2,0 Prozent beziehungsweise 400 Personen auf durchschnittlich 20.000 im Jahr sinken. Parallel dazu soll die Arbeitslosigkeit in Bayern um 5.800 auf durchschnittlich 228.600 Personen im Jahr sinken.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in ganz Bayern wird 2018 um 115.000 auf 5,572 Millionen ansteigen. Das entspricht einem Zuwachs um 2,1 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Be-
schäftigten steigt dabei flächendeckend in allen Regierungsbezirken und erreicht ein neues Rekordniveau.

„Das Jahr 2017 war ein goldenes für den bayerischen Arbeitsmarkt – die Prognosen des IAB wurden bei weitem übertroffen. Die gute wirtschaftliche Ausgangslage gepaart mit den nun deutlich niedrigeren Prognosen für 2018 zeigt aber, dass der steigende Fachkräftemangel zum Wachstumshemmnis für bayerische Unternehmen wird“, erläutert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Ein Vergleich zwischen dem vierten Quartal 2016 und dem vierten Quartal 2017 zeigt die Entwicklung auf: Während 2016 in Bayern noch zwei Arbeitslose auf eine offene Stelle kamen, sind es Ende 2017 gerade noch 1,6. Die gleiche Entwicklung zeigt sich in Mittelfranken (von 2,3 auf 1,8) und im Agenturbezirk Nürnberg (von 2,5 auf 2,2). Die Zahlen zeigen den Trend auf, aber bereits heute gibt es Berufe, die einen eklatanten Fachkräftemangel aufweisen: So finden sich zum Beispiel im Agenturbezirk Nürnberg in Informatik- und IKT-Berufen, Mechatronik-, Energie- und Elektroberufen sowie bei Bauplanungs-, Architektur- und Vermessungsberufen kaum noch Fachkräfte.


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