Letzte Aktualisierung: 21. Februar 2017

Pressemitteilung

vbw: 2016 neuer Exportrekord in Bayern / Brossardt: „Protektionismus und Abschottung wären Gift für unsere stark exportorientierte Wirtschaft“

21.02.2017 - München

Die bayerischen Exporte erreichten im Jahr 2016 einen neuen Rekordwert. „Starker Export treibt starkes Bayern“, so kommentiert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die Zahlen. „Die Unternehmen im Freistaat haben vergangenes Jahr Waren im Wert von 182,83 Milliarden Euro exportiert. Das entspricht einem Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zu 2015“, so Brossardt.

Der größte Exportmarkt waren 2016 einmal mehr die USA. Dorthin exportierten die bayerischen Firmen Waren im Wert von 20,54 Milliarden Euro, das waren 11,2 Prozent aller Exporte. Gegenüber 2015 sanken die Ausfuhren dorthin jedoch um 9,7 Prozent. China lag mit einem Anteil an den Gesamtexporten von
8,2 Prozent auf Platz zwei. „Gegenüber dem Vorjahr konnten die Ausfuhren ins Reich der Mitte um
3,9 Prozent erhöht werden. Damit überholt China das Vereinigte Königreich als Bayerns zweitwichtigsten Exportmarkt“, so Brossardt. Die Exporte nach UK summierten sich auf 14,92 Milliarden Euro, was ebenfalls 8,2 Prozent an den Gesamtexporten entspricht. Gegenüber 2015 gingen die bayerischen Ausfuhren dorthin um 3,1 Prozent zurück.

Mit 56,6 Prozent ging der Großteil der bayerischen Exporte 2016 in EU-Länder. Gegenüber 2015 stiegen die Exporte dorthin um fünf Prozent. Die bayerischen Exporte in die Eurozone legten sogar um 6,3 Prozent zu. Ihr Anteil an den Gesamtexporten betrug 35,1 Prozent. „Die Ausfuhren in die Schwellenländer liefen alles in allem gut. Mit einem Plus von 35 Prozent legten besonders die Exporte in den Iran deutlich zu“, sagt Brossardt.

Die bayerischen Importe stiegen 2016 um 2,8 Prozent auf fast 166 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich für Bayern ein Außenhandelsüberschuss von 16,83 Milliarden Euro. Gegenüber 2015 sank dieser leicht um
0,4 Prozent. „Wir müssen alles daran setzen, jetzt unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Nur dann werden wir unsere Exportstärke dauerhaft erhalten können, gerade wenn man die protektionistischen Tendenzen – nicht nur in den USA – sieht. Gleichzeitig müssen wir unsere internationalen Partner von den positiven Wirkungen des Freihandels überzeugen. Das ist jetzt das Gebot der Stunde“, so Brossardt.

Mit Blick auf 2017 betont der vbw Hauptgeschäftsführer: „Es bleibt abzuwarten, wie sich die Außenhandelspolitik der USA unter der neuen Administration sowie die Brexit-Verhandlungen entwickeln werden. Protektionismus und Abschottung wären Gift für unsere stark exportorientierte Wirtschaft.“


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