Letzte Aktualisierung: 11. Oktober 2017

Pressemitteilung

Zur gemeinsamen PK von SPD und Gewerkschaften zum SPD-Gesetzentwurf für ein Bayerisches Bildungsfreistellungsgesetz / vbw lehnt Rechtsanspruch auf Weiterbildung und Regulierung grundlegend ab

11.10.2017 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. lehnt die heute von Gewerkschaften und SPD vorgestellten Pläne für ein Bayerisches Bildungsfreistellungsgesetz grundlegend ab. „Mitarbeiter bestmöglich zu qualifizieren und sie kontinuierlich weiterzubilden ist ein zentraler Ansatz zur Fachkräftesicherung und liegt im ureigenen Interesse der Unternehmen. Die betriebliche Weiterbildung
von Beschäftigten ist vorrangig die Aufgabe von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, ein gesetzlicher Anspruch würde diesen Grundsatz verletzen. Schließlich kennen die bayerischen Betriebe die eigenen betrieblichen Bedürfnisse am besten“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Von regulierenden Eingriffen seitens der Politik ist der vbw zufolge grundsätzlich abzusehen. Dazu Brossardt: „Ein gesetzlicher Anspruch auf Weiterbildung birgt die Gefahr einer Gießkannenlösung
dabei bedarf es bei Weiterbildungsaktivitäten stets einer individuellen Lösung, die die Interessen des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers in Einklang bringt. Ein Weiterbildungsgesetz ist dagegen nicht zielführend, weil marktkonforme Weiterbildungsaktivitäten dadurch nicht erhöht werden können. Wir bekennen uns aber ausdrücklich zur Stärkung der arbeitsmarktnahen und bedarfsgerechten betrieblichen Weiterbildung.“

Der vbw Hauptgeschäftsführer verweist darauf, dass Bayern auch ohne Weiterbildungsgesetz im Bereich der Weiterbildungsaktivitäten einen Spitzenplatz im Ländervergleich einnimmt: „Dies ist insbesondere auch auf das hohe Engagement der Unternehmen zurückzuführen. In der bayerischen M+E Industrie investierten die Unternehmen im Jahr 2015 je Beschäftigtem 501,74 Euro und 1.258,99 Euro je Weitergebildetem. Auch die vbw engagiert sich mit ganz konkreten Projekten für die Weiterbildung. So wurden mit dem Projekt „ChanceTeilqualifizierung“ seit 2007 über 14.700 Arbeitskräfte weiterqualifiziert.“


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Ulla Wolfshöfer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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