Letzte Aktualisierung: 06. September 2017

Pressemitteilung

Zum DhZ: „Starker Standort – Starke Industrie“ / Internationales Ranking: Bayern zweitbester Industriestandort

06.09.2017 - Augsburg

Im Rahmen der Veranstaltung „Deutschland hat Zukunft: Starker Standort – Starke Industrie“ haben Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die industrielle Standortqualität Bayerns im internationalen Vergleich diskutiert. Grundlage sind die von der IW Consult erstellten Studien Niveauranking und Dynamikranking der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Das Niveauranking belegt, dass Bayern ein industrieller Spitzenstandort ist. Im Vergleich mit den 45 wichtigsten Wettbewerbern belegt der Freistaat zum dritten Mal in Folge den zweiten Platz. Die Studie untersucht die für Investitionsentscheidungen relevanten Standortfaktoren von insgesamt 45 Volkswirtschaften. Lediglich die Schweiz bietet demnach noch bessere Bedingungen als Bayern, auf Platz drei folgen die USA. Deutschland insgesamt belegt Platz vier. „Bayern hat eine starke Industrie. Über ein Viertel der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung wird im verarbeitenden Gewerbe erzielt, in den vergangenen Jahren hat das Gewicht der Industrie sogar weiter zugenommen. Basis für diesen Erfolg ist ein starker und wettbewerbsfähiger Industriestandort. Doch der Wettbewerbsdruck ist groß und der Unterschied zwischen Industrie- und Schwellenländern wird langsam, aber stetig kleiner“, sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die größten Stärken hat der Freistaat in den Bereichen Staat (Ordnungsrahmen), Wissen (Innovationsumfeld), Markt (Industrie-Dienstleistungsverbund, Cluster, breite Wertschöpfungskette) und Infrastruktur. In fünf von sechs untersuchten Teilbereichen liegt der Freistaat im Niveauranking in den Top 10. Als größte Herausforderung für unseren Standort gelten die Arbeits- und Energiekosten. Im Bereich Kosten rangiert der Freistaat weit am Ende der Rangliste auf Rang 40.

Im Dynamikranking, das die Entwicklung der industriellen Standortfaktoren misst, belegt Bayern nur Rang 21. „Auf den vorderen Plätzen des Dynamikrankings sind fast ausschließlich Schwellenländer zu finden, deren Standortfaktoren sich von niedrigem Niveau aus dynamisch verbessern. Nur sehr wenige fortgeschrittene Industriestaaten weisen eine bessere oder ähnliche Dynamik wie der Freistaat auf“, erklärt Brossardt.

Bayern konnte trotz seines hohen Ausgangsniveaus in den vergangenen 15 Jahren in ausgewählten Bereichen deutliche Fortschritte erzielen. Vor allem in den klassischen Stärken Infrastruktur und Wissen. Zu einer hohen Entwicklungsdynamik im Teilranking Infrastruktur, bei dem Bayern Platz zwei belegt, führten vor allem Verbesserungen der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur sowie der Leistungsfähigkeit von Logistiksystemen. Im Bereich Wissen liegt Bayern auf Platz neun und profitiert laut Studie vor allem von Verbesserungen bei den Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Aber auch bei Humankapital und Innovationsumfeld konnte der Freistaat im Dynamikranking weitere Fortschritte erzielen.

„Angesichts des globalen Standort-Wettbewerbs dürfen wir uns nicht auf dem Erreichten ausruhen. Die Verbesserung der Qualität unseres Industriestandortes ist eine Daueraufgabe. Wir müssen Schwächen ab- und Stärken ausbauen. Hier sind vor allem Politik und Tarifparteien gefragt“, fordert Brossardt.

Studien-Download

Niveauranking

Dynamikranking


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