Letzte Aktualisierung: 25. Oktober 2017

Pressemitteilung

Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft zeigt enorme Potenziale der Digitalisierung quer durch alle Branchen / Brossardt: „Digitale Transformation weiter vorantreiben“

24.10.2017 - Coburg

Die Zukunft ist digital – quer durch alle Branchen. Das ist das Ergebnis der Studie „Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., die heute in Coburg vorgestellt wurde. Die Studie zeigt praxisnah, wo digitale Technik neue Wertschöpfung und konkreten Nutzen bringt. Der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft ab.

Um die Potenziale der Digitalisierung weiter auszuschöpfen, müssen Staat und Unternehmen bestehende Hemmnisse überwinden, ist der Zukunftsrat überzeugt. Dazu gehören tradierte Arbeitsweisen und Prozesse, Schnittstellen- und Kompatibilitätsprobleme oder noch nicht ausreichend leistungsfähige digitale Netze. Eine zentrale Handlungsempfehlung an die Unternehmen lautet, von anderen Branchen zu lernen: „Von der Landwirtschaft über die Industrie bis hin zu den Dienstleistungen vollziehen sich dieselben oder vergleichbare Veränderungsprozesse. Sie sind aber heute noch unterschiedlich weit vorangeschritten. Wer die Übertragbarkeit auf den eigenen Bereich prüft, kann Chancen frühzeitig erkennen und verringert das Risiko, von disruptiven Entwicklungen überrascht zu werden“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Wesentliche Veränderungen zeichnen sich bereits in der Versicherungswirtschaft ab: Individuelle Risiken können besser eingeschätzt werden, Prozesse werden zunehmend automatisiert und neue Wettbewerber treten in den Markt ein. Es entstehen aber auch neue Geschäftsfelder und -modelle. Hierauf gilt es, die richtigen Antworten zu finden. Ein guter Ansatz ist aus Sicht des Zukunftsrats die Kooperation mit Start-ups, die die bayerische Versicherungswirtschaft bereits aus eigener Initiative mit einem eigenen Programm für InsurTech-Unternehmen vorantreibt. „Die Unternehmen müssen in der digitalen Transformation ihr eigenes Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen und dazu auch das Aufkommen neuer Unternehmen und Produkte eng beobachten. Die bayerischen Versicherer lösen das aus Sicht des Zukunftsrats bisher sehr gut und können Vorbild für andere Branchen sein“, erläuterte Brossardt.

Die digitale Transformation kann nicht losgelöst vom Rechtsrahmen betrachtet werden. „Unter den zahlreichen Trends haben wir schon einmal mögliche Einsatzbereiche und rechtliche Rahmenbedingungen untersuchen lassen und dabei die Blockchain-Technologie herausgegriffen. Denn die zunehmend dezentrale Organisation der verschiedensten Lebens- und Arbeitsbereiche im Internet der Dinge wird in jedem Fall eine Technologie benötigen, die auch ohne zentrale Instanz verlässlich Transaktionen dokumentiert. Das kann wiederum große Auswirkungen gerade auch auf die Finanzwirtschaft haben. Ob die Blockchain das nächste ‚große Ding‘ wird, wird sich zeigen. Sie hat auf jeden Fall erhebliches Potenzial, und wir zeigen mit unserer Studie ‚Blockchain und Smart Contracts‘, einer erweiterten Auskoppelung aus ‚Neue Wertschöpfung für Digitalisierung‘, auf, wie sie sich rechtlich fassen lässt“, so Brossardt.

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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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