Letzte Aktualisierung: 13. Juni 2019

Pressemitteilung

Zukunftsfeste Weiterentwicklung der dualen Medienordnung dringend nötig / Brossardt: „Durch Win-Win-Kooperationen profitieren private und öffentlich-rechtliche Anbieter“

13.06.2019 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert eine kooperationsorientierte Weiterentwicklung der dualen Medienordnung. „Diese hat zum Ziel, der heimischen Medienbranche auch in der digitalen Welt den Aufbau eines nachhaltigen Eigengewichts der nationalen Medienproduktion zu ermöglichen – trotz einer Übermacht der globalen Internetkonzerne“, betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Damit sich die bayerische und nationale Medienwirtschaft in der digitalen Medienwelt eine relevante Stellung aufbauen kann, nennt die vbw insbesondere zwei Ziele. Zum einen die Gewährleistung gleicher und fairer Wettbewerbsbedingungen für alle Teilnehmer gegenüber den marktmächtigen Internetkonzernen. „Diese soll den Missbrauch ökonomischer Machtstellungen verhindern. Außerdem soll die Verantwortlichkeit für algorithmisch zugespielte Inhalte erhöht werden“, erklärte Brossardt. Zum anderen sollen durch eine kooperationsorientierte duale Medienordnung für alle publizistischen Branchenanbieter Vorteile entstehen. „Durch Win-Win-Kooperationen profitieren sowohl private als auch öffentlich-rechtliche Anbieter. Die Zusammenarbeit soll beispielsweise im Plattformbereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, privater Medienanbieter sowie weiterer Qualitätsanbieter stattfinden. Außerdem sollen beidseitig vorteilhafte Produktions- und Rechteerwerbskooperationen im Unterhaltungs- und Sportbereich geprüft werden“, so der vbw Hauptgeschäftsführer.

Die Forderungen sind das Ergebnis eines wissenschaftlich begleiteten Workshops des vbw Ausschusses Medienwirtschaft mit allen wichtigen Akteuren der Medienwirtschaft. Als Vertreter der relevanten wissenschaftlichen Disziplinen haben an dem Workshop Prof. Dr. Otfried Jarren (Universität Zürich / FU Berlin), Prof. Dr. Christoph Neuberger (LMU München), Prof. Dr. Tobias Gostomzyk (TU Dortmund) und Prof. Dr. Frank Lobigs (TU Dortmund) teilgenommen. Als konsensorientierter Vermittler gab die vbw den vier Wissenschaftlern den Auftrag, bis Herbst 2019 eine unabhängige wissenschaftliche Studie zum Thema vorzulegen.


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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