Letzte Aktualisierung: 20. November 2019

Pressemitteilung

Zollstreitigkeiten beilegen und Handelsabkommen ermöglichen / Kaeser: „Brauchen Lösungen am Verhandlungstisch statt Konfrontation“

20.11.2019 - Sonnefeld

Bei der Kooperationsveranstaltung „Perspektive Oberfranken“ der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und der Frankenpost / Neue Presse diskutierten Kapitalmarktexperte Prof. Dr. Christoph Kaserer und Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirksgruppe Oberfranken und Vorstandsvorsitzender der KAESER KOMPRESSOREN SE zum Thema „Regional – Global: Herausforderungen im Welthandel.

Thomas Kaeser plädierte in seinem Grußwort für europäische Bemühungen, um die Unsicherheiten der globalen Wirtschaft beizulegen, die auch Einfluss auf die oberfränkische Konjunktur haben: „Wir als Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft sind der Ansicht, dass die Bemühungen um Reform und Veränderung an den Verhandlungstisch gehören. Die Eskalation von Strafzöllen und Gegenzöllen bringt keine Lösung. Hinzu kommen das gefühlt endlose Brexit-Chaos und der weiterhin schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union. Beides sorgt für große Verunsicherung bei den bayerischen Unternehmen.“ Die EU muss laut Kaeser alles tun, um die Handelsstreitigkeiten mit den Vereinigten Staaten vollständig auszuräumen. „Wir müssen den EU-Binnenmarkt vollenden und sein volles Potenzial ausschöpfen. Wir müssen zudem die Arbeitskräftemobilität mit praxisnahen Maßnahmen stärken und bestehende Hürden im Dienstleistungsverkehr weiter abbauen. Bei A1-Bescheinigungen muss ein EU-weit einheitliches Vorgehen sichergestellt werden. Zudem muss Europa weiter auf den Abschluss bilateraler Handelsabkommen wie CETA oder JEFTA setzen.“

Keynote-Speaker Christoph Kaserer beurteilte die Situation im Welthandel mit Blick auf die Kapitalmärkte: „Wenn man den Prognosen, die man aus der Börsenkursentwicklung ableiten kann, Glauben schenkt, scheint man aktuell davon auszugehen, dass weder der Brexit noch der Handelskonflikt mit den USA dramatische wirtschaftliche Folgen haben werden.“ Viel bedeutender sei laut Kaserer, dass eine grundlegende Skepsis im Hinblick auf die wirtschaftliche Dynamik Deutschlands und Europas herrsche. „Dieses fehlende Vertrauen wiederherzustellen liegt in unserer eigenen Hand und würde positive Wachstumsimpulse auslösen, die uns zumindest teilweise gegen die möglichen negativen Folgen des schwelenden Handelskonfliktes absichern würden. Für den Mittelstand wäre dies von besonderer Bedeutung.“


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