Letzte Aktualisierung: 30. April 2020

Pressemitteilung

Zahlen zeigen erst den Anfang der Corona-Auswirkungen / Brossardt: „Staatliche Hilfen wirken: Noch stärkerer Anstieg der Arbeitslosigkeit wird verhindert“

30.04.2020 - München

Die heute bekanntgegebenen April-Zahlen für den bayerischen Arbeitsmarkt zeigen nach Einschätzung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erst den Anfang der Auswirkungen der Corona-Krise. „Wir erleben einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Im April ist die Arbeitslosenquote signifikant von 3,1 auf 3,6 Prozent gestiegen. Von der nicht absehbaren Dauer der Produktionsunterbrechungen hängt ab, wie deutlich der Verlust an Stellen im weiteren Jahresverlauf tatsächlich ausfallen wird“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Im März und April 2020 sind 119.850 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld in Bayern eingegangen. Insgesamt beziehen sich die Anzeigen auf 1,76 Millionen Personen. Diese Zahlen machen nach Einschätzung der vbw deutlich, dass die Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt stärker sein werden als in der Finanz- und Staatsschuldenkrise 2008/2009. „Dies wird dann unweigerlich auf die Arbeitslosigkeit durchschlagen“, sagte Brossardt.

Der vbw Hauptgeschäftsführer unterstrich den Nutzen der Kurzarbeit: „Sie hat sich bereits in der letzten Krise 2008/2009 sehr bewährt. Die Unternehmen konnten dadurch Beschäftigung sichern“, so Brossardt. Er stellte in diesem Zusammenhang klar: „Kurzarbeitergeld ist entgegen verschiedener Vorwürfe keine Subvention für Arbeitgeber. Das Kurzarbeitergeld ist eine Versicherungsleistung. Es wird aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit bezahlt. Diese speisen sich aus Beiträgen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Wer Kurzarbeitergeld als Subvention für die Arbeitgeber kritisiert, diskreditiert die Grundprinzipien der Arbeitslosenversicherung.“

Nach Auffassung der vbw hätte die Corona-Krise noch deutlicher auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen, hätten nicht Staats- und Bundesregierung so rasch gehandelt. „Die staatlichen Rettungsschirme kamen schnell und zur richtigen Zeit. So erhalten unsere Unternehmen die dringend benötigte Liquidität. Insbesondere die Hilfen der Bayerischen Staatsregierung für Unternehmen sind bundesweit vorbildlich.“


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