Letzte Aktualisierung: 29. Mai 2019

Pressemitteilung

Wonnemonat Mai am bayerischen Arbeitsmarkt / Brossardt: „Vorsicht ist geboten – Arbeitsmarkt ist ein nachlaufender Faktor“

29.05.2019 - München

„3,4 Prozent im Mai 2016, 3,0 im Mai 2017, 2,7 im Mai 2018 und nun auch im Mai 2019 – auch wenn der Mai verregnet war, so hat er auf dem bayerischen Arbeitsmarkt seinem Namen als Wonnemonat erneut alle Ehre gemacht.“ Mit diesen Worten zeigte sich Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., sehr erfreut über die heute vorgestellten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

„Dass Bayern so gut dasteht, ist der Stärke der bayerischen Wirtschaft geschuldet. Sie ist in diesen unruhigen Zeiten Stabilitätsgarant Nummer eins. Die Unternehmen engagieren sich für ihre Mitarbeiter und bilden intensiv aus. Dies spiegelt sich in den sehr ausgeglichenen und geringen Arbeitslosenquoten für die einzelnen Gruppen wider“, so Brossardt. Herausragend sind die Perspektiven für junge Menschen: Die Jugendarbeitslosigkeit der unter 20-Jährigen beträgt aktuell in Bayern gerade einmal 1,5 Prozent, bei den unter 25-Jährigen 2,2 Prozent. Brossardt: „Das ist herausragend in Europa.“

Nach Einschätzung der vbw ist die gute Entwicklung weder eine Selbstverständlichkeit noch ein Blankoscheck für die Zukunft: „Die Konjunktur trübt sich ein. Da der Arbeitsmarkt ein nachlaufender Faktor ist, wird sich dies erst später auf dem Arbeitsmarkt widerspiegeln. Auch wenn sich die Anzeigen auf Kurzarbeit insgesamt noch auf einem niedrigen Niveau bewegen, stellen wir fest, dass die Anfragen zur Kurzarbeit aus dem Kreis unserer Mitglieder zunehmen. Bei den Unternehmen besteht Unsicherheit infolge vieler ungelöster geopolitischer Krisen, der protektionistischen Handelspolitik der USA und der Unklarheit, wie es in Europa nach der Wahl weitergeht. All dies kann unsere exportorientierte bayerische Wirtschaft stark beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es jetzt, dass sich nun alle pro-europäischen Kräfte bündeln, um geschlossen und rasch Handlungsfähigkeit zu zeigen. Denn es stehen wichtige Entscheidungen an, die keinen Aufschub dulden“, sagte Brossardt.

Die vbw warnte die Bundesregierung zudem davor, in Zeiten großer Unwägbarkeiten die Arbeitskosten weiter zu erhöhen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu schwächen. „Vor allem der Vorschlag von Arbeits- und Sozialminister Heil, die Grundrente aus Steuermitteln und über die Rentenkasse zu finanzieren, ist inakzeptabel. Es drohen Beitragssatzsteigerungen. Damit wird das Ziel, den Gesamtbeitragssatz zur Sozialversicherung unter 40 Prozent zu halten, klar verfehlt.“

Die vbw unterstreicht außerdem ihr Nein zu einseitigen Zusatzbelastungen für die deutschen Unternehmen in internationalen Wettbewerb. „Jede Art der CO2-Bepreisung im nationalen Alleingang ist klar abzulehnen“, sagte Brossardt.


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Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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