Letzte Aktualisierung: 23. März 2018

Pressemitteilung

Wirtschaft formuliert Ziele für Infrastruktur in Oberfranken / Ohl: „Infrastruktur ist weit mehr als nur das Augenscheinliche“

23.03.2018 - Bayreuth

Bei ihrer Veranstaltung „Infrastruktur für die Wirtschaft in Oberfranken“ hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ein Papier mit acht zentralen Infrastrukturfeldern vorgestellt und den Ausbaustand bewertet. Dr. Hanns-Peter Ohl, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der vbw Bezirks-
gruppe Oberfranken, stellte fest: „Oberfrankens Infrastruktur hat wertvolle Stärken, die allerdings regelmäßig zu überprüfen und auszubauen sind, um die Position des Regierungsbezirks und seiner Unternehmen zu sichern. Die Entwicklung der Infrastruktur bleibt eine Daueraufgabe.“

Er betonte: „Infrastruktur ist mehr als das Augenscheinliche: Gute Infrastruktur heißt nicht nur zuverlässige und leistungsfähige Verkehrs-, Kommunikations- und Energienetze, sondern auch effektives eGovernment, ein gutes Gesundheitssystem sowie hochklassige Bildungs- und Forschungsinstitutionen.“

Die vbw fordert für Oberfranken konkret den Ausbau der B 22 zwischen Weiden und Bayreuth, den Ausbau der B 173 in Richtung Autobahn A 93 ab Stadtgrenze Hof sowie die Weiterführung des begonnenen Ausbaus der B 303 von Schirnding bis nach Coburg. Außerdem sind weitere Verbesse-
rungen im Schienenverkehr
, insbesondere die Elektrifizierung in Richtung Regensburg, Nürnberg, Berlin und Prag dringend notwendig. „Einer vbw Studie zufolge beurteilen 52,6 Prozent der oberfränkischen Unternehmer die Straßenverkehrsinfrastruktur als gut oder sehr gut, was in etwa dem bayerischen Durchschnitt von 51,5 Prozent entspricht. Allerdings sehen auch 73,9 Prozent der Unternehmer die Notwendigkeit für zusätzliche Investitionen“, sagte Ohl und fordert auch leistungsfähige regionale Verkehrsnetze und bessere ÖPNV-Angebote. Zudem muss laut vbw der Ausbau hoch leistungsfähiger Breitbandnetze, insbesondere in den schlechter versorgten Bereichen Oberfrankens, konsequent vorangetrieben werden, um die wirtschaftliche Entwicklung ganz Oberfrankens abzusichern. Dies gilt für die kabelgebundenen wie für die mobilen Netze.

„Angesichts des demografischen Wandels in Oberfranken müssen Kinderbetreuungsmöglichkeiten, speziell für unter Dreijährige, auch abseits der großen Städte weiter ausgebaut und, ebenso wie Betreuungsangebote für pflegebedürftige Angehörige, regional konsequent mit den Unternehmen abgestimmt werden“, forderte Ohl.


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Ulla Wolfshöfer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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