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    Letzte Aktualisierung: 09. Oktober 2015

    Pressemitteilung

    Vereinbarung mit der Staatsregierung für Integration von Flüchtlingen durch Arbeit und Ausbildung: vbw legt umfassendes Maßnahmenpaket auf / Gaffal: „Beschäftigung und Ausbildung kann mittelfristig gelingen“

    09.10.2015 - München

    Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm werden mit der Bayerischen Staatsregierung, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und den Kammern eine Vereinbarung für Integration durch Arbeit und Ausbildung für Asylbewerber und Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive treffen.

    Die Herausforderung durch die Flüchtlingskrise kann nach den Worten von vbw Präsident Alfred Gaffal nur gemeistert werden, wenn die Beschäftigungschancen von Flüchtlingen realistisch eingeschätzt werden. „Wir stehen vor einer großen Herausforderung. Mittelfristig können gerade die Jugendlichen einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten und sind in den Arbeitsmarkt integrierbar. Aber nur, wenn es gelingt, das Schulsystem noch mehr auf die jugendlichen Flüchtlinge auszurichten und parallel begleitende oder ersetzende Systeme zu schaffen. Langfristig sind Jugendliche in den Arbeitsmarkt integrierbar und können einen erheblichen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.“

    Vor dem Hintergrund dieser großen Herausforderungen heißt es nach Gaffals Worten: „Hier ist besonders die Wirtschaft gefordert: Wir machen das!“ Konkret setzen die bayerischen Arbeitgeberverbände mit ihren Projekten an folgenden Punkten an:

    Mit IdA 1000 werden 1.000 Asylbewerber und Flüchtlinge bei der Arbeitsmarktintegration in allen Regierungsbezirken unterstützt.

    Im IdA Bayern Turbo werden jugendliche Flüchtlinge und Asylsuchende, die eine hohe Bleibewahrscheinlichkeit haben und aufgrund ihrer guten Vorbildung für eine Ausbildung in Frage kommen, unter anderem mit Sprachförderungen und Praktika kurzfristig für eine Ausbildung vorbereitet.

    Mit dem IdA Kompetenzcheck werden berufliche Kompetenzen gemessen. Damit sollen Flüchtlinge in eine passgenaue Beschäftigung oder Weiterbildung vermittelt werden.

    Mit dem IdA Sprungbrett werden die Verbände eine Online-Praktikumsbörse ins Leben rufen, die sich explizit an Flüchtlinge richtet.

    Das Projekt IdA KoJack ist ein online-Verfahren in englischer Sprache und prüft, welche beruflichen Basiskompetenzen junge Flüchtlinge mitbringen.

    Der IdA Navigator steuert die vielfältigen IdA-Aktivitäten vor Ort. Die IdA-Navigatoren sind Ansprechpartner für Unternehmen, Flüchtlinge und die Kooperations- und Netzwerkpartner.

    Die vbw setzt dabei auf die bereits im Mai 2015 gestarteten Projekte IdA 120 und „Perspektive Beruf für Asylbewerber“. Beginnend mit dem Jahr 2015 werden die Verbände insgesamt 6,7 Millionen Euro aufwenden.

    Gaffal abschließend: „Wir bekennen uns zu dem gemeinsamen Ziel der Staatsregierung, der Kammern und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, bis Ende 2016 20.000 Flüchtlingen einen Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz anzubieten und bis Ende 2019 60.000 erfolgreiche Arbeitsmarktintegrationen vorzunehmen.“


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    Andreas Ebersperger

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