Letzte Aktualisierung: 05. September 2017

Pressemitteilung

Studie „Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung“ des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft – Teil 1: Veränderungen der Digitalisierung erkennen und aufgreifen

05.09.2017 - München

Auf Basis der Studie der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. „Neue Wertschöpfung durch Digitalisierung“ hat der Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft konkrete Handlungsempfehlungen formuliert, wie der Freistaat und die Unternehmen die großen Potenziale der Digitalisierung nutzen können.

„Die Digitalisierung zeichnet sich durch eine extreme Dynamik und Vernetzung aus. Umso wichtiger ist es, dass die Unternehmen am Puls der Zeit bleiben und schnell reagieren“, sagt Alfred Gaffal, Präsident der vbw und Zukunftsratsvorsitzender. Die Studie macht eine Reihe von Veränderungsprozessen aus, die sich quer durch alle Branchen ziehen. „Ein bedeutender neuer Trend sind die Plattformen, die in der digitalen Ökonomie eine wichtige und wachsende Bedeutung haben. Als Mittler bringen sie Marktteilnehmer zusammen und ermöglichen neue Geschäftsmodelle oder neue Formen der Arbeitsorganisation. Inzwischen gibt es keine Branche mehr, in der Plattformen keine Rolle spielen – deshalb sollte jedes Unternehmen diese Entwicklung im Blick haben“, betont Gaffal.

Auch im Verhältnis zum Kunden entstehen für die Firmen laut Zukunftsrat neue Rollen. Verbraucher übernehmen zunehmend selbst Aufgaben, die früher zum Serviceangebot gehörten. Am Beispiel des Tourismus sind dies etwa die Suche nach einem passenden Angebot oder die Durchführung von Bestell- und Buchungsvorgängen. Bewertungsplattformen können dabei als „selbstregulierender“ Mechanismus für die Qualitätskontrolle gesehen werden, auf den sich die Unternehmen einstellen müssen, schreibt der Zukunftsrat.

Außerdem führt die Digitalisierung laut Studie dazu, dass neue Wettbewerber mit neuen Geschäftsmodellen in vorhandene Branchenmärkte eintreten. „Digitale Geschäftsmodelle und insbesondere Big Data senken beispielsweise im Versicherungsgeschäft die Markteintrittshürden auch für bislang branchenfremde Wettbewerber. Entsprechend hoch ist der Innovationsdruck auf die gesamte Wertschöpfungskette“, erklärt Gaffal und ergänzt: „Unternehmen müssen sich deshalb zwingend mit den Veränderungen der Digitalisierung vertraut machen und darauf reagieren. Der Zukunftsrat unterstützt sie dabei.“


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dirk Strittmatter

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Dirk Strittmatter
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben