Letzte Aktualisierung: 07. März 2018

Pressemitteilung

Unterfränkischer Arbeitsmarkt: 37 Prozent weniger Arbeitslose seit 2007 / Brossardt: „Fachkräftesicherung bleibt größte Herausforderung“

07.03.2018 - Würzburg

Der Arbeitsmarkt in Unterfranken hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Die Arbeitslosenquote verringerte sich zwischen 2007 bis 2017 von 5,0 auf 3,0 Prozent – der drittbeste Wert aller bayerischen Regierungsbezirke. Insgesamt waren 2017 über 13.000 Personen weniger arbeitslos gemeldet als zehn Jahre zuvor, das entspricht einem Rückgang um 37 Prozent. Dies hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf ihrem Kongress „Vorsprung Bayern - Perspektiven des bayerischen Arbeitsmarkts“ in Würzburg deutlich gemacht. Auf der Veranstaltung, die im Rahmen einer Reihe in allen bayerischen Regierungsbezirken stattfindet, diskutierte die vbw mit Politikern von CSU, SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt hob im Vorfeld der Veranstaltung hervor, dass die Arbeitslo-
senzahlen in Unterfranken bei Jugendlichen in den letzten zehn Jahren um 45 Prozent, bei Frauen um 47 Prozent und bei Langzeitarbeitslosen sogar um 58 Prozent zurückgegangen sind. „Diese Gruppen haben damit von der positiven Entwicklung besonders profitiert. Insgesamt herrscht in weiten Teilen Unterfran-
kens Vollbeschäftigung, mit den Landkreisen Main-Spessart und Würzburg mit Arbeitslosenquoten von 2,0 beziehungsweise 2,1 Prozent an der Spitze. Es gibt 15,4 Prozent mehr sozialversicherungspflichtige Jobs in der Region und auch die Arbeitskräftenachfrage hat im Jahr 2017 mit einem Bestand von 12.904 gemeldeten Stellen einen vorläufigen Höchstwert erreicht. All das unterstreicht die dynamische Entwicklung der Region.“

Trotz der guten Ausgangslage sieht die vbw für die Zukunft große Herausforderungen. „Dazu zählen die Digitalisierung und wachsende Fachkräfteengpässe. Darüber hinaus ist Unterfranken neben Oberfranken die einzige Region in Bayern, für die das Bayerische Landesamt für Statistik bis 2035 einen Bevölkerungsrückgang, geschätzte 2,6 Prozent, prognostiziert. Davon sind vor allem die Personengruppen im erwerbsfähigen Alter betroffen. „Wir haben mit unserem Aktionsprogramm Fachkräftesicherung ein integriertes Konzept vorgelegt, bei dem fünf Handlungsfelder ineinandergreifen: Die Erhöhung der Beschäftigungschancen, eine höhere ErwerbsbeteiligungvonFrauen, flexiblere Arbeitszeiten, eine umfassende Bildungsoffensive in allen Bildungsbereichen sowie die gezielte Vermittlung von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt“, sagte Brossardt.


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Ulla Wolfshöfer

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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