Letzte Aktualisierung: 30. August 2017

Pressemitteilung

Studie zur Standort-Dynamik des Freistaats / Brossardt: „Ranking trotz dynamischen Wachstums der Schwellenländer gehalten“

30.08.2017 - München

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat die IW Consult GmbH damit beauftragt, die Dynamik des Industriestandorts Bayern im internationalen Vergleich zu analysieren. Das Ergebnis: Als einem von wenigen klassischen Industriestandorten gelang es dem Freistaat, seine Standortqualität in den vergangenen 15 Jahren im Vergleich zu seinen wichtigsten Wettbewerbern konstant zu halten. Im internationalen Dynamikvergleich der industriellen Standortbedingungen erreicht Bayern mit 100,2 Indexpunkten Rang 21. „Auf den vorderen Plätzen des Dynamik-Rankings sind fast ausschließlich Schwellenländer zu finden, deren Standortfaktoren sich von niedrigem Niveau aus dynamisch verbessern. Nur sehr wenige fortgeschrittene Industriestaaten weisen eine bessere oder ähnliche Dynamik wie der Freistaat auf“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Bayern konnte trotz seines hohen Ausgangsniveaus in den vergangenen 15 Jahren in ausgewählten Bereichen deutliche Fortschritte erzielen. Vor allem in den klassischen Stärken Infrastruktur und Wissen. Zu einer hohen Entwicklungsdynamik im Teilranking Infrastruktur, bei dem Bayern Platz zwei belegt, führten vor allem Verbesserungen der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur sowie der Leistungsfähigkeit von Logistiksystemen. Im Bereich Wissen liegt Bayern auf Platz neun und profitiert laut Studie vor allem von Verbesserungen bei den Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Aber auch bei Humankapital und Innovationsumfeld konnte der Freistaat weitere Fortschritte erzielen.

Dennoch warnt Brossardt: „Es ist Vorsicht geboten. Die Platzierung Bayerns im Dynamik-Ranking ging in den vergangenen Jahren im Vergleich mit allen Standorten zurück. Diese Entwicklung liegt vor allem am kräftigen Aufholprozess der Entwicklungs- und Schwellenländer. Schon heute ist China unser mit Abstand größter Wettbewerber auf dem Weltmarkt, zugleich liegt es im Dynamik-Ranking der Standortqualität auf Platz eins. Die Herausforderungen sind also enorm. Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts muss wieder in den Fokus genommen werden.“


Drucken
Ansprechpartner
Ansprechpartner

Dirk Strittmatter

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

+49 (0)89-551 78-376
Dirk Strittmatter
Content Sharing
Bitte loggen Sie sich ein, um den Einbettungs-Code für diese Seite zu erhalten.
nach oben