Letzte Aktualisierung: 17. August 2016

Pressemitteilung

Stellungnahme der vbw zur Studie des IAB zum Mindestlohn

17.08.2016 - München

Es bleibt dabei: Der Mindestlohn ist falsch.Die Studie der IAB untermauert unsere von Anfang an geäußerte Befürchtung, dass durch den Mindestlohn die Kosten deutlich steigen.

Die konkreten Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind derzeit noch durch die gute Konjunktur abgefedert, werden aber spätestens mit dem nächsten konjunkturellen Abschwung sichtbar werden. Dass der Mindestlohn Beschäftigungschancen vernichtet, zeigt aber auch die Studie der IAB, nach der 60.000 zusätzliche Stellen nur wegen des Mindestlohns nicht entstanden sind. Der Mindestlohn schmälert dabei vor allem die Beschäftigungschancen von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen. Hinzu kommt, dass bereits heute sehr viele Unternehmen keine freiwilligen Praktika mehr anbieten können, die länger als drei Monate dauern, denn danach tritt die Mindestlohnpflicht ein. Spürbare negative Auswirkungen hat der Mindestlohn auch auf die Zahl der Minijobs. Diese ist rund um den Zeitpunkt der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns bundesweit um rund 200.000 beziehungsweise vier Prozent gesunken und bleibt seitdem auf diesem Niveau. Dies zeigt, dass der Rückgang durch die Einführung des Mindestlohns verursacht wurde.

Unabhängig davon hat der Mindestlohn die befürchtete Bürokratielawine losgetreten. Allein die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns führte zu einer zusätzlichen Belastung von rund 9,7 Milliarden Euro, die vor allem durch die umfangreichen Informations- und Aufzeichnungspflichten auf Seiten der Unternehmen verursacht wurde.


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