Letzte Aktualisierung: 14. November 2016

Pressemitteilung

vbw mahnt: Beitragssätze stabil halten / Brossardt: „Rentenversicherung basiert auf dem Äquivalenzprinzip“

14.11.2016 - München

Anlässlich der aktuellen Forderungen des DGB Bayern mahnt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.:

„Die Diskussion um die Zukunft der Altersvorsorge muss wieder sachlich und lösungsorientiert geführt werden. Die bloße Benennung von durchschnittlichen Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung sagt über das durchschnittliche verfügbare Haushaltseinkommen der jetzt in Rente gehenden wenig aus, da weder Betriebsrenten berücksichtigt werden, noch sonstige Einkommensformen. Diese liegen deutlich höher.

Höhere Beitragssätze würden die Rentenversicherung keinesfalls entlasten, sondern das Finanzierungsproblem verschärfen. Jede Erhöhung der Beitragssätze hätte zwangsläufig negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und würde zu mehr Arbeitslosen führen, die dann wiederum als Beitragszahler der Rentenkasse fehlen. Eine gute wirtschaftliche Lage und ein robuster Arbeitsmarkt mit hohem Beschäftigungsniveau sind nach wie vor der beste Schutz vor Altersarmut. Wir dürfen den Beschäftigungsaufbau nicht durch steigende Lohnzusatzkosten abwürgen. Vielmehr müssen die Rentenleistungen wieder im direkten Zusammenhang zu den eingezahlten Beiträgen stehen – die Rentenversicherung basiert schließlich nach wie vor auf dem Äquivalenzprinzip. Leistungsausweitungen, denen keine entsprechenden Beitragszahlungen gegenüberstehen, machen eine nachhaltige Finanzierung der Rente unmöglich. Wir müssen in der Rentenpolitik jetzt die richtigen Weichenstellungen treffen, um jüngeren Generationen ein verlässliches Auskommen im Alter zu ermöglichen. Eine generationengerechte und langfristig finanzierbare Rente muss bei allen Maßnahmen die oberste Prämisse sein.“


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